Auszeichnung vom Auswärtigen Amt: Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum für Aktivitäten im Rahmen der deutsch-russischen wissenschaftlichen Zusammenarbeit geehrt

Unternehmer- und Wissenschaftsnetzwerk zum Abschluss des „Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft“ als eines von 25 deutsch-russischen Wissenschaftsprojekten ausgezeichnet

Freiberg/Berlin, 15. September 2020. Besondere Auszeichnung für das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum (DRRF): Das Unternehmens- und Wissenschaftsnetzwerk, das den Schwerpunkt auf den bilateralen Austausch im Rohstoff- und Energiesektor auf wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene legt, wurde vom Auswärtigen Amt (AA) als eines von 25 „Deutsch-Russischen Wissenschaftsprojekten“ ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte am Dienstag, 15. September 2020, in Berlin im Rahmen des Abschlusses des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)  organisierten „Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft“.

„Angesichts der derzeitigen schwierigen politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sollte der gemeinsame Dialog unbedingt fortgeführt werden. Dies betrifft nicht zuletzt den Austausch auf wissenschaftlicher Ebene mit russischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen“, sagte der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer, der als Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums fungiert. „Die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern bildet eine wichtige Grundlage dafür, die derzeitigen vielseitigen Herausforderungen unserer heutigen Zeit zu meistern, beispielsweise auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit.“

Mit der Auszeichnung würdigten die Verantwortlichen des Auswärtigen Amtes und des DAAD den Einsatz des Netzwerks für den wissenschaftlichen Dialog zwischen Institutionen beider Länder. Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum mit deutschem Sitz im sächsischen Freiberg wurde im Jahr 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und dem St. Petersburger Bergbauinstitut gegründet. Es bildet eine wichtige Plattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte anzustoßen. Im Zentrum der Diskussionen stehen dabei die Themen Digitalisierung, nachhaltige Energiewirtschaft, Entwicklung der Kreislaufwirtschaft sowie Rekultivierung und Umweltschutz. Unter dem Dach des DRRF befindet sich auch die deutsch-russische Arbeitsgruppe „Wasserstoff und neue Gase“, die jüngst ihre Arbeit aufgenommen hat und in der verschiedene namhafte Wirtschaftsunternehmen und wissenschaftliche Institutionen aus Deutschland und Russland beabsichtigen, auf dem Gebiet der Wasserstoff-Technologie stärker zu kooperieren.

Im Rahmen der vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum jährlich organisierten Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz sind zudem auch Studierende und Nachwuchswissenschaftler verschiedener Hochschulen aus Deutschland und Russland zu Gast, um sich gemeinsam über aktuelle Fragestellungen aus dem Energie- und Rohstoffsektor auszutauschen.

„Die zwischenstaatlichen Beziehungen mit der Russischen Föderation sind aktuell nicht einfach. Gleichzeitig sind russische Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen seit Jahren oder Jahrzehnten verlässliche und exzellente Partner für die deutsche Wissenschaft. Zum Ende des Deutsch-Russischen Themenjahres freue ich mich daher sehr, den 25 ausgezeichneten Projekten für ihren beständigen und engagierten Einsatz im akademischen Austausch und der Zusammenarbeit in der Wissenschaft mit Russland zu gratulieren“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee in Berlin. Ziel des Deutsch-Russischen Themenjahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft war es, die langjährigen und vielfältigen Beziehungen in Forschung und Lehre zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Kontakt

André Hoffmann
Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum

Tel. +49 341 4432106