Intensiver deutsch-russischer Dialog zu neuer Nachhaltigkeitskooperation: 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagt in Potsdam

500 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tauschen sich über Zukunft der Rohstoffwirtschaft aus. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und stellv. Ministerpräsident der Russischen Föderation Alexej Gordejew am 7. November zu Gast.

Potsdam, 5. November 2018. Experten aus Deutschland und Russland setzen sich für eine stärkere Kooperation beider Länder bei nachhaltigem Wirtschaften und beim Klimaschutz ein. Die Diskussion hierüber wird im Zentrum der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam stehen, die vom 6. bis 8. November in Potsdam stattfindet. Mehr als 500 deutsche und russische Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden sich dabei über wichtige Fragen und Zukunftsprobleme der Rohstoffwirtschaft austauschen – darunter fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten aus beiden Nationen. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, nehmen an der Konferenz teil.

Ziel des diesjährigen Zusammentreffens ist es, einen Konsens zu nachhaltigem Wirtschaften zu erzielen, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken. Zu den weiteren inhaltlichen Schwerpunkten zählen insbesondere der regionale Strukturwandel, die zukünftige Versorgung mit Rohstoffen, die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft für Zukunftstechnologien sowie die universitäre und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen im Rohstoffbereich.

Am Dienstagabend wird die Rohstoff-Konferenz unter der Schirmherrschaft des Minister­präsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, offiziell eröffnet: „Partner­schaftlicher Dialog ist die Gründungsidee des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Es hat sich als Plattform einer langfristigen strategischen und vertrauensvollen Zusammen­arbeit etabliert. In Zeiten einer Außenpolitik via Twitter und der Wiederkehr nationaler Egoismen sind Formate des kontinuierlichen Dialogs von wachsender Bedeutung und unverzichtbar. Es zeichnet das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum seit seiner Gründung aus, dass es die gemeinsamen, aber auch die unterschiedlichen Interessen des ‚Rohstoffgiganten Russland‘ und der ‚Industrienation Deutschland‘ klar und offen zur Sprache bringt, um diese Interessen dann zum Ausgangspunkt der gemeinsamen Suche nach Win-Win-Situationen zu machen“, so Dr. Woidke.

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland durchgeführt wird, fungiert als Dialogplattform und unterstreicht die jahrhundertealten historischen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bande zwischen beiden Nationen. Durch den gemeinsamen Austausch sollen neue Impulse für die deutsch-russische Partnerschaft gesetzt werden, bei der der intensive, dauerhafte und gleichberech­tigte Dialog miteinander im Fokus steht und eine Basis für zuverlässige wissenschaftliche und unternehmerische Kooperationen bildet.

„Seit elf Jahren hat sich die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz als eine produktive Platt­form für den offenen Dialog bewährt. Gemeinsamkeiten werden herausgearbeitet und kritische Themen intensiv analysiert und auf Lösungen hin erörtert. Neue globale Herausforderungen verlangen gemeinsames Handeln – auch in der wissenschaftlich-technischen Zusammen­arbeit. Dazu gehört die Veränderung des Rohstoff­bedarfs durch neue Technologien, insbesondere bei den erneuerbaren Energien sowie die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft und die Umsetzung der Pariser Klimaziele. Wir freuen uns, dass es vor allem junge Wissenschaftler sind, die sich diesen gemeinsamen Herausforderungen angenommen haben“, unterstreicht Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D. und deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Erstmals findet in diesem Jahr ein eigenes deutsch-russisches Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium sowie eine „Poster-Session“ statt, bei der Forschungsthemen vorgestellt werden.

Die Teilnahme von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und die des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, unterstreicht die Bedeutung des Dialogs für die zukünftige deutsch-russische Zusammenarbeit auf ökonomischer, ökologischer, wissenschaft­licher und gesellschaftlicher Ebene. Die Reden beider Regierungsvertreter sind am 7. November (12.30 bis 13.00 Uhr) vorgesehen.

Auf Ebene der Bundesländer wird die Rohstoff-Konferenz neben Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, zudem durch Michael Kretschmer, Ministerpräsi­­dent des Freistaates Sachsen, Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen sowie Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt begleitet.

Weitere hochrangige Referenten der Rohstoff-Konferenz sind u. a. Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg und russischer Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Alexander Iwanowitsch Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des russischen Energiekonzerns PAO Gazprom, Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses und Geschäftsführer der Rogesa Roheisengesellschaft Saar, Eckhardt Rümmler, Mitglied des Vorstandes der Uniper SE, Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Vorsitzender des Vorstands – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und Anatoly Janowski, stellvertretender Energieminister der Russischen Föderation.

Akkreditierungen für die Veranstaltungstage des 7. und 8. November sind unter konferenz@rohstoff-forum.org möglich.

Ausführliche Informationen zu den Programmpunkten und den Referenten der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Potsdam / © Alexander Hauck

Kontakt

André Hoffmann
Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum

Tel. +49 341 4432106