11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz: Entwicklung einer neuen Nachhaltigkeitskooperation angestrebt

Bekenntnis zu intensivem deutsch-russischen Dialog für eine nachhaltige und digitalisierte Rohstoffwirtschaft

11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz – Teilnehmer bekennen sich zu intensivem deutsch-russischen Dialog für eine nachhaltige und digitalisierte Rohstoffwirtschaft / © Alexander Hauck

Potsdam, 8. November 2018. Heute eröffnete Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D. und Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums die 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Potsdam.

In seiner Eröffnungsrede betonte Töpfer die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Rohstoffwirtschaft: „Der Klimawandel und Veränderungen im Rohstoffbedarf durch neue Technologien, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, sowie die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft verlangen als globale Herausforderung gemeinsames Handeln. Wir können die Pariser Klimaschutzziele nur erreichen, wenn wir länderübergreifend an einer nachhaltigen Rohstoffwirtschaft arbeiten. Deutschland und Russland verbindet seit vielen Jahren eine enge wirtschaftliche Partnerschaft – insbesondere im Rohstoffbereich. Diese Partnerschaft wollen wir durch eine stärkere wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit weiterausbauen.“ Dafür regt das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum an, die bestehenden Rohstoffkooperationen zwischen beiden Ländern stärker auf Nachhaltigkeit auszurichten. Die Erweiterung der bisherigen deutsch-russischen Beziehung durch diese Initiative sei ein wesentlicher Eckpfeiler, um die Klimaschutzziele zu erreichen, ergänzte Töpfer.

Ziel einer stärkeren Nachhaltigkeitskooperation sollte sein, die Zusammenarbeit beider Länder im Klimaschutz, im Bereich von High-Tech-Rohstoffen, in der Kreislaufwirtschaft, der Digitalisierung sowie der Vergrünung der Erdgaslieferungen zu stärken. Getragen werden könnte die Nachhaltigkeitskooperation durch einen intensiveren wissenschaftlich-technischen Austausch – insbesondere bei Nachwuchswissenschaftlern. So findet erstmals in diesem Jahr im Rahmen der Rohstoff-Konferenz ein eigenes deutsch-russisches Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium sowie eine „Poster-Session“ statt, bei der aktuelle Forschungsthemen vorgestellt werden. Insgesamt sind dazu fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten in Potsdam vor Ort.

Neben Prof. Dr. Klaus Töpfer betonte Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, in seiner Rede:

„Wer miteinander Handel treibt und über Energie und Rohstoffe verbunden ist, der trägt auch zur Stabilität in unserer Welt bei. Wir haben die gemeinsame Aufgabe, die Energiewende global erfolgreich zu meistern. Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum kann hier mit neuen Ideen aus der Wissenschaft und Wirtschaft zu einer nachhaltigen Energie- und Rohstoffversorgung und damit zu mehr Stabilität beitragen.“

Akkreditierungen für den 8. November sind unter konferenz@rohstoff-forum.org möglich.

Deutsch-russische Rohstoffbeziehung soll stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, begrüßt Bestrebungen zu neuer Nachhaltigkeitskooperation des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums auf der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam

Deutsch Russische Rohstoff-Konferenz 2018 Peter Altmaier MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie bei seiner Rede / © Georg Moritz

Potsdam, 8. November 2018. Um die bisherigen deutsch-russischen Rohstoff-Beziehungen zu erweitern und zu stärken, haben sich die Teilnehmer der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz vom 6. bis 8. November 2018 in Potsdam darauf verständigt, stärker beim Thema Nachhaltigkeit zu kooperieren. Hierbei bekennen sich die Teilnehmer der Rohstoff-Konferenz insbesondere zu einer nachhaltigen Rohstoffpartnerschaft und zum Klimaschutz, zu einer nachhaltigen und digitalisierten Rohstoffwirtschaft sowie zu einer verstärkten Kooperation bei Hightech-Rohstoffen.

Deutsche und russische Regierungsvertreter bekräftigten zudem ihr Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen. Sie sind sich einig darin, dass moderne Technologien dazu beitragen sollen, die darin verankerten Ziele zu erreichen. Ansatzpunkte für eine Nachhaltigkeitskooperation sehen beide Seiten beispielsweise in der „Vergrünung“ der Erdgaslieferungen aus Russland – z. B. durch thermische Spaltung von Erdgas („Methan-Cracking“) zur CO2-freien Produktion von Wasserstoff. Ebenso sollen in Russland erneuerbare Energien ausgebaut und die Energieeffizienz weiter verbessert werden.

Weitere Bestrebungen der bilateralen Zusammenarbeit bestehen darin, die Kreislaufwirtschaft durch Wasseraufbereitung und Recycling zu verbessern, um Bergbaufolgen in Russland und Deutschland zu beseitigen. Die verstärkte deutsch-russische Zusammenarbeit soll darüber hinaus die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Rohstoffwirtschaft vorantreiben und Versorgungssicherheit bei Rohstoffen für Zukunftstechno­logien sicherstellen. Im Rahmen einer Nachhaltigkeitspartnerschaft wird ein klimafreundliches Wirtschaften im Bergbau fokussiert, wofür die besten verfügbaren Techniken (BVT) eingesetzt werden sollen.

Veränderungsprozess durch intensiven Dialog und stärkere wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Leben füllen

Die Teilnehmer der Konferenz appellieren, den hierzu begonnenen Dialog im Rahmen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums aktiv mitzugestalten. Die Bereiche Wissenschaft und Bildung werden bei dem angestrebten Veränderungsprozess im Rahmen einer neuen Nachhaltigkeitskooperation als wichtiges Fundament definiert. Der Veränderungsprozess kann in erster Linie durch eine verstärkte technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Nationen mit Leben befüllt werden. Dies soll insbesondere mithilfe deutsch-russischer Forschungs- und Austauschprojekte zwischen Hochschulen und Unternehmen realisiert werden.

Bei der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam haben sich mehr als 500 deutsche und russische Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über wichtige Fragen und Zukunftsprobleme der Rohstoffwirtschaft ausgetauscht – darunter fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten aus beiden Nationen. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, nahmen an der Konferenz teil.
Ausführliche Informationen zu den Programmpunkten und den Referenten der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

Intensiver deutsch-russischer Dialog zu neuer Nachhaltigkeitskooperation: 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagt in Potsdam

500 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tauschen sich über Zukunft der Rohstoffwirtschaft aus. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und stellv. Ministerpräsident der Russischen Föderation Alexej Gordejew am 7. November zu Gast.

Die 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagt vom 6. bis 8. November in Potsdam. (© Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum e.V.)

Potsdam, 5. November 2018. Experten aus Deutschland und Russland setzen sich für eine stärkere Kooperation beider Länder bei nachhaltigem Wirtschaften und beim Klimaschutz ein. Die Diskussion hierüber wird im Zentrum der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam stehen, die vom 6. bis 8. November in Potsdam stattfindet. Mehr als 500 deutsche und russische Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden sich dabei über wichtige Fragen und Zukunftsprobleme der Rohstoffwirtschaft austauschen – darunter fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten aus beiden Nationen. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, nehmen an der Konferenz teil.

Ziel des diesjährigen Zusammentreffens ist es, einen Konsens zu nachhaltigem Wirtschaften zu erzielen, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken. Zu den weiteren inhaltlichen Schwerpunkten zählen insbesondere der regionale Strukturwandel, die zukünftige Versorgung mit Rohstoffen, die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft für Zukunftstechnologien sowie die universitäre und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen im Rohstoffbereich.

Am Dienstagabend wird die Rohstoff-Konferenz unter der Schirmherrschaft des Minister­präsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, offiziell eröffnet: „Partner­schaftlicher Dialog ist die Gründungsidee des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Es hat sich als Plattform einer langfristigen strategischen und vertrauensvollen Zusammen­arbeit etabliert. In Zeiten einer Außenpolitik via Twitter und der Wiederkehr nationaler Egoismen sind Formate des kontinuierlichen Dialogs von wachsender Bedeutung und unverzichtbar. Es zeichnet das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum seit seiner Gründung aus, dass es die gemeinsamen, aber auch die unterschiedlichen Interessen des ‚Rohstoffgiganten Russland‘ und der ‚Industrienation Deutschland‘ klar und offen zur Sprache bringt, um diese Interessen dann zum Ausgangspunkt der gemeinsamen Suche nach Win-Win-Situationen zu machen“, so Dr. Woidke.

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland durchgeführt wird, fungiert als Dialogplattform und unterstreicht die jahrhundertealten historischen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bande zwischen beiden Nationen. Durch den gemeinsamen Austausch sollen neue Impulse für die deutsch-russische Partnerschaft gesetzt werden, bei der der intensive, dauerhafte und gleichberech­tigte Dialog miteinander im Fokus steht und eine Basis für zuverlässige wissenschaftliche und unternehmerische Kooperationen bildet.

„Seit elf Jahren hat sich die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz als eine produktive Platt­form für den offenen Dialog bewährt. Gemeinsamkeiten werden herausgearbeitet und kritische Themen intensiv analysiert und auf Lösungen hin erörtert. Neue globale Herausforderungen verlangen gemeinsames Handeln – auch in der wissenschaftlich-technischen Zusammen­arbeit. Dazu gehört die Veränderung des Rohstoff­bedarfs durch neue Technologien, insbesondere bei den erneuerbaren Energien sowie die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft und die Umsetzung der Pariser Klimaziele. Wir freuen uns, dass es vor allem junge Wissenschaftler sind, die sich diesen gemeinsamen Herausforderungen angenommen haben“, unterstreicht Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D. und deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Erstmals findet in diesem Jahr ein eigenes deutsch-russisches Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium sowie eine „Poster-Session“ statt, bei der Forschungsthemen vorgestellt werden.

Die Teilnahme von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und die des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, unterstreicht die Bedeutung des Dialogs für die zukünftige deutsch-russische Zusammenarbeit auf ökonomischer, ökologischer, wissenschaft­licher und gesellschaftlicher Ebene. Die Reden beider Regierungsvertreter sind am 7. November (12.30 bis 13.00 Uhr) vorgesehen.

Auf Ebene der Bundesländer wird die Rohstoff-Konferenz neben Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, zudem durch Michael Kretschmer, Ministerpräsi­­dent des Freistaates Sachsen, Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen sowie Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt begleitet.

Weitere hochrangige Referenten der Rohstoff-Konferenz sind u. a. Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg und russischer Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Alexander Iwanowitsch Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des russischen Energiekonzerns PAO Gazprom, Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses und Geschäftsführer der Rogesa Roheisengesellschaft Saar, Eckhardt Rümmler, Mitglied des Vorstandes der Uniper SE, Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Vorsitzender des Vorstands – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und Anatoly Janowski, stellvertretender Energieminister der Russischen Föderation.

Akkreditierungen für die Veranstaltungstage des 7. und 8. November sind unter konferenz@rohstoff-forum.org möglich.

Ausführliche Informationen zu den Programmpunkten und den Referenten der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum:
Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine zentrale Dialogplattform zur Intensivierung der Rohstoffbeziehungen beider Nationen. Es wurde 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg – den ältesten Montanhochschulen der Welt – gegründet. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nutzen die vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum durchgeführten Rohstoff-Konferenzen dazu, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft der deutsch-russischen Rohstoffpartnerschaft zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei unternehmerische Projekte, wissenschaftlich-technische Kooperationen sowie gemeinsame Strategien für Innovationen und Effizienz im Rohstoffsektor.

Rohstoff-Forum - Logoentwurf 5B[1]

Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum e. V.
Akademiestraße 6
09599 Freiberg
konferenz@rohstoff-forum.org (E-Mail)
www.rohstoff-forum.org (Internet)
Wenn Sie diese Presseinformationen nicht mehr erhalten möchten, schicken Sie uns bitte eine E-Mail an konferenz@rohstoff-forum.org. Vielen Dank!