Vertiefende deutsch-russische Zusammenarbeit im Wasserstoff-Bereich angestrebt: 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz endet mit positivem Fazit

Zum Abschluss der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg wurde die Absicht betont, die deutsch-russische Zusammenarbeit im Wasserstoff-Bereich zwischen Wissenschafts- und Wirtschaftsinstitutionen beider Länder zu vertiefen. Zudem wurde bekannt gegeben, dass die 13. Ausgabe der Konferenz im kommenden Jahr in Sachsen stattfindet – die Einladung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer steht. Zum Ende der diesjährigen Konferenz zogen Teilnehmer und Organisatoren ein sehr positives Fazit.

12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz

St. Petersburg, 29. November 2019. Spannende Vorträge, bewegende Worte führender Politiker, wichtige Impulse für die deutsch-russischen Beziehungen: Die 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg/Russland wurde am Freitag, 29. November 2019, mit einem rundum positiven Fazit durch die zahlreichen Teilnehmer beendet – sowohl von den teils hochrangigen Gäste als auch den Organisatoren. Zum Abschluss des dreitägigen Zusammentreffens, an dem vom 27. bis 29. November 2019 hunderte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teilgenommen haben, wurde die Absicht bekräftigt, künftig stärker im Bereich der Forschung und Entwicklung von Wasserstoff und Grünen Gasen zusammenzuarbeiten. Unter der Leitung der Deutschen Energie-Agentur (dena) sollen aufseiten des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums unterjährige Treffen mit Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft stattfinden, um die Chancen und Herausforderungen von Wasserstoff für die Energiewertschöpfungskette im Zuge der Energiewende zu eruieren und deutsch-russische Kooperationspotenziale zu erörtern.

Darüber hinaus wurde bekanntgegeben, dass die 13. Rohstoff-Konferenz 2020 in Sachsen stattfinden wird. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der aufgrund aktueller Koalitionsverhandlungen in seinem Bundesland kurzfristig seine Teilnahme absagen musste, ließ die Einladung durch seinen Vorgänger Stanislaw Tillich überbringen.

„Ich freue mich, die Teilnehmer der 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz im Namen des sächsischen Ministerpräsidenten nach Sachsen einladen zu dürfen. Wir sind davon überzeugt, dass Sachsen eine ebenso produktive Konferenz austragen wird und wir damit dazu beitragen können, das deutsch-russische Verhältnis ein Stück weiter zu normalisieren“, sagte Tillich. Das Datum und der genaue Ort der Veranstaltung sind noch offen.

Nach Beendigung der diesjährigen Ausgabe zogen sowohl die teils hochrangigen Gäste als auch die Organisatoren ein sehr positives Fazit. So sagte der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer, der als Schirmherr des Rohstoff-Forums fungiert: „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir mit der Konferenz über ein Instrument verfügen, dass den konstruktiven Dialog auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene immens fördert, wobei auch strittige Themen erörtert werden. Die zahlreichen Diskussionen und Vorträge waren sehr fruchtbar und es wurden zahlreiche Kooperationsansätze gefunden.“

Im Ergebnis des Aufeinandertreffens wurde eine Abschlusserklärung veröffentlicht, die den Ausbau der Nachhaltigkeitskooperation im Rahmen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums zum Inhalt hat und das Ziel verfolgt, eine vertiefende deutsch-russische Zusammenarbeit wirtschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Institutionen im Bereich der Kreislaufwirtschaft, beim Umweltschutz im Bergbau, der Digitalisierung im Rohstoffsektor und beim Thema der Rekultivierung von Bergbaugebieten zu befördern.

So verwies Bundesentwicklungsminister Gerd Müller darauf, dass Deutschland und Russland als gemeinsame Partner eine Vorreiterrolle in punkto Nachhaltigkeit einnehmen sollten. „Die Überlebensfrage der Menschheit lösen wir nur gemeinsam. Die Welt braucht Russland, um die Umwelt- und Klimarisiken im Bergbau und in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen zu minimieren. Lasst uns eine gesamteuropäische Zusammenarbeit vertiefen, wobei Russland und Deutschland gemeinsam der Motor beim Umweltschutz und Ressourcenschutz sein können“, sagte Müller.

Beispielhaft nannte er die gemeinsame Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft. „Deutschland hat großes Interesse am Aufbau einer Kooperation“, so Müller. Große Bedeutung maß er der Notwendigkeit zur beiderseitigen Zusammenarbeit bei: „Lassen Sie unsere Beziehungen stärken, indem wir über Klimaschutz zueinander finden. Es geht um die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die Reduzierung der Belastungen von Wasser und Böden sowie um die Bewahrung von Naturgebieten.“

Auch Russlands stellvertretender Premierminister Alexey Gordejev betonte, dass Russland mit seinem Beitritt zum Pariser Klimaabkommen und mit neuen Gesetzen den Umweltschutz betreffend wichtige Impulse gesetzt habe: „Die Umsetzung der Pariser Klimaziele und der Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten sind Herausforderungen, die nur durch internationale Kooperationen bewältigt werden können“, sagte er und verwies darauf, dass es konkrete Ansätze der deutsch-russischen Zusammenarbeit gäbe, beispielsweise beim Thema Wasserstoff oder beim Aufbau einer Abfall- und Kreislaufwirtschaft nach deutschem Vorbild.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zog ebenfalls ein positives Fazit: „Es ist wichtig, dass wir in Deutschland auch weiterhin eine sichere Energieversorgung haben. Das wurde bei der Konferenz verdeutlicht. Zudem haben wir viele neue Aufgabenfelder in der Energiepolitik benannt, beispielsweise beim Thema Erneuerbare Energien oder im Bereich der Abfallwirtschaft. Es gibt also viele verschiedene Betätigungsfelder für gemeinsame Joint Ventures, und hierzu soll nun ein vertiefender Austausch erfolgen.“

Großes Interesse erzeugte die Konferenz auch unter den zahlreich anwesenden Nachwuchswissenschaftlern: Am ersten Konferenztag kamen über 600 Studierende und Promovierende verschiedener Hochschulen aus Deutschland und Russland zusammen, um sich gemeinsam über komplexe Fragestellungen aus der Praxis auszutauschen. Im Rahmen des erstmals ganztägig ausgetragenen Nachwuchswissenschaftler-Treffens wurden wesentliche energietechnische Zukunftsthemen behandelt und relevante Forschungsfelder vorgestellt.

Die wissenschaftliche Begleitung der 2007 ins Leben gerufenen Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz erfolgt durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Staatliche Bergbau-Universität St. Petersburg. Die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt sind Initiatoren des Deutsch-Russische Rohstoff-Forums.

Kontakt

André Hoffmann
Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum

Tel. +49 341 4432106

Erklärung zum Ausbau der Nachhaltigkeitskooperation bei 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz verabschiedet

Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz haben die Teilnehmer die Notwendigkeit einer deutsch-russischen Zusammenarbeit beim Klimaschutz bekräftigt. Am zweiten Tag der dreitägigen Konferenz zählten der Aufbau einer Abfall- und Kreislaufwirtschaft und die gemeinsame Entwicklung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft zu den zentralen Themen. Bundesentwicklungsminister Müller sagte, dass er sich „Deutschland und Russland können gemeinsamen als Motor beim Umwelt- und Ressourcenschutz“ vorstellen könne. Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum verabschiedete eine Erklärung zum Ausbau der Nachhaltigkeitskooperation.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und Russlands Vize-Premierminister Alexey Gordejev bei der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz / Copyright: Andrey Borisov

St. Petersburg, 28. November 2019. Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg/Russland haben hochrangige russische und deutsche Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ihr Bestreben bekräftigt, stärker im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens und beim Klimaschutz zusammenzuarbeiten, um auf globale ökologische Herausforderungen zu reagieren. Zum Abschluss des zweiten Konferenztages am Donnerstag, 28. November 2019, an dem mehr als 500 Gäste teilnahmen, wurde eine Abschlusserklärung verabschiedet, die den Ausbau der Nachhaltigkeitskooperation im Rahmen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums zum Inhalt hat. Konkret betrifft dies eine vertiefende Zusammenarbeit deutscher und russischer wirtschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Institutionen im Bereich der Kreislaufwirtschaft, auf dem Gebiet der Entwicklung von Wasserstoff und Grüner Gase, beim Umweltschutz im Bergbau sowie beim Thema Digitalisierung im Rohstoff- und Energiebereich. Zudem wurde die Notwendigkeit des regelmäßigen Dialogs zwischen Jugendlichen, Studenten, Doktoranden und junger Forscher beider Länder betont.
In seiner Rede hatte zuvor bereits Bundesentwicklungsminister Gerd Müller darauf verwiesen, dass Deutschland und Russland als gemeinsame Partner eine Vorreiterrolle einnehmen sollten. „Die Überlebensfrage der Menschheit lösen wir nur gemeinsam. Die Welt braucht Russland, um die Umwelt- und Klimarisiken im Bergbau und in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen zu minimieren. Lasst uns eine gesamteuropäische Zusammenarbeit vertiefen, wobei Russland und Deutschland gemeinsam der Motor beim Umweltschutz und Ressourcenschutz sein können“, sagte Müller.
Zudem betonte er das Interesse am Aufbau einer deutsch-russischen Nachhaltigkeitspartnerschaft. Teil dessen könne die gemeinsame Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft sein. „Deutschland hat großes Interesse am Aufbau einer Kooperation“, so Müller. Er nannte beispielhaft die Kooperation im Rahmen eines Programms, das für Kommunen Lösungen zum Vermeiden und Recyceln von Abfällen anbietet. Große Bedeutung maß er der Notwendigkeit zur beiderseitigen Zusammenarbeit bei: „Lassen Sie unsere Beziehungen stärken, indem wir über Klimaschutz zueinander finden. Es geht um die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die Reduzierung der Belastungen von Wasser und Böden sowie um die Bewahrung von Naturgebieten.“
Auch Russlands stellvertretender Premierminister Alexey Gordejev betonte, dass Russland mit seinem Beitritt zum Pariser Klimaabkommen und mit neuen Gesetzen den Umweltschutz betreffend wichtige Impulse gesetzt habe: „Die Umsetzung der Pariser Klimaziele und der Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten sind Herausforderungen, die nur durch internationale Kooperationen bewältigt werden können“, sagte er und verwies darauf, dass es konkrete Ansätze der deutsch-russischen Zusammenarbeit gäbe, beispielsweise beim Thema Wasserstoff oder beim Aufbau einer Abfall- und Kreislaufwirtschaft nach deutschem Vorbild.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zog ebenfalls ein positives Fazit: „Es ist wichtig, dass wir in Deutschland auch weiterhin eine sichere Energieversorgung haben. Das wurde bei der Konferenz verdeutlicht. Zudem haben wir viele neue Aufgabenfelder in der Energiepolitik benannt, beispielsweise beim Thema Erneuerbare Energien oder im Bereich der Abfallwirtschaft. Es gibt also viele verschiedene Betätigungsfelder für gemeinsame Joint Ventures, und hierzu soll nun ein vertiefender Austausch erfolgen.“
Ziel der diesjährigen Konferenz, die jährlich abwechselnd in Russland und Deutschland vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum ausgetragen wird, ist der Dialog über aktuelle Entwicklungen im Energie- und Rohstoffsektor und das Erörtern wichtiger Fragestellungen zum Klimaschutz, zur Kreislaufwirtschaft und zu Nachhaltigkeit. In Form von Vorträgen, Diskussionsrunden oder Rundtisch-Gesprächen wurden zudem die klimafreundliche Transformation der Energiesysteme, die Einführung Bester Verfügbarer Techniken für mehr Umweltschutz im Bergbau oder die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft thematisiert.
Die wissenschaftliche Begleitung der 2007 ins Leben gerufenen Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz erfolgt durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Staatliche Bergbau-Universität St. Petersburg. Die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt sind Gründer des Deutsch-Russische Rohstoff-Forums.

Bundesentwicklungsminister Müller fordert bei 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz neues Kapitel deutsch-russischer Freundschaft und gesamteuropäische Zusammenarbeit

„Deutschland und Russland können zusammen Motor beim Umwelt- und Ressourcenschutz sein“: Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz forderte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller am Donnerstag, 28. November 2019, ein „neues Kapitel deutsch-russischer Freundschaft zu beginnen“, um gemeinsam den Klimaschutz voranzutreiben. Mit Russlands stellvertretendem Premierminister Alexey Gordejev tauschte er sich über die gemeinsame Entwicklung der Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Russland nach deutschem Vorbild aus.

St. Petersburg, 28. November 2019. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert beim Thema Umweltschutz eine gesamteuropäische Zusammenarbeit und sieht Deutschland und Russland als gemeinsame Partner in einer Vorreiterrolle. „Die Überlebensfrage der Menschheit lösen wir nur gemeinsam. Die Welt braucht Russland, um die Umwelt- und Klimarisiken im Bergbau und in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen zu minimieren. Lasst uns eine gesamteuropäische Zusammenarbeit vertiefen, wobei Russland und Deutschland gemeinsam der Motor beim Umweltschutz und Ressourcenschutz sein können“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag, 28. November 2019, im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg/Russland.

Er verwies auf das große Klimaschutzpotenzial Russlands und nannte exemplarisch die russischen Torfmoore. „Russland ist das größte Land der Welt, umso mehr haben sie es selbst in der Hand, Klimaschäden abzuwenden. Lassen Sie unsere Beziehungen stärken, indem wir über Klimaschutz zueinander finden. Es geht um die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die Reduzierung der Belastungen von Wasser und Böden sowie um die Bewahrung von Naturgebieten.“ Gleichzeitig begrüßte er erneut den Beitritt Russlands in das Pariser Klimaschutzabkommen. Als zukunftsträchtigen Energieträger nannte er Wasserstoff: „Der Bedarf wird sich allein in Europa bis 2030 verdoppeln.“ Russland verfüge beim Thema Wasserstoff über große Potenziale.

Zudem betonte er das Interesse am Aufbau einer deutsch-russischen Nachhaltigkeitspartnerschaft. Teil dessen könne die gemeinsame Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft sein. „Deutschland hat großes Interesse am Aufbau einer Kooperation“, so Müller. Er nannte beispielhaft die Kooperation im Rahmen eines Programms für die Kreislaufwirtschaft, das für Kommunen Lösungen zum Vermeiden und Recyceln von Müll anbietet.

Der stellvertretende russische Premierminister Alexey Gordejev pflichtete Müller bei und verwies auf die Möglichkeit, gemeinsame Energieprojekte anzuschieben. „Die Kooperation zwischen Deutschland und Russland hat eine lange Geschichte und strategischen Charakter. Nun geht es auch um die gemeinsame Vermeidung von Umweltbelastungen.“ Er betonte Bestrebungen, im Zuge der Etablierung einer modernen Abfallwirtschaft und eines Kreislaufsystems in Russland nach deutschem Vorbild zusammenzuarbeiten. Außerdem sprach er die Entwicklung eines neuen Gesetzes an, von dem deutsche Unternehmen profitieren könnten: „Es geht darum, die Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen und Investoren zu vereinfachen.“

Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz vom 27. bis 29. November 2019 treffen sich zahlreiche hochrangige Vertreter Russlands und Deutschlands, um sich unter anderem über aktuellen Entwicklungen auf dem Energie- und Rohstoffsektor sowie wichtigen Fragestellungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auszutauschen. Ziel des dreitägigen Zusammentreffens an der Staatlichen Bergbau-Universität ist es, dass Wissenschaftler und Unternehmen aus beiden Ländern auf diesen Gebieten künftig stärker zusammenzuarbeiten, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken.

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland stattfindet, gilt als wichtige Dialogplattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte auf wissenschaftlicher, ökonomischer, ökologischer, Ebene anzustoßen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg und der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg. Die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt sind Gründer des Deutsch-Russische Rohstoff-Forums.

Ankündigung: Hochrangige Vertreter aus Deutschland und Russland tauschen sich bei 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg aus

Von Mittwoch bis Freitag, 27. bis 29. November 2019, treffen sich zahlreiche hochrangige Vertreter Russlands und Deutschlands im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Sankt Petersburg/Russland, um sich unter anderem über wichtige Fragestellungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auszutauschen. Besondere Aufmerksamkeit genießt dabei die angestrebte Abfallreform und der Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Russland. Zu den mehr als 500 teilnehmenden deutschen und russischen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zählen auch Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der stellvertretende russische Premierminister Alexey Gordejev. Ziel der dreitägigen Konferenz an der Staatlichen Bergbau-Universität ist es, dass Wissenschaftler und Unternehmen aus beiden Ländern auf diesen Gebieten künftig stärker zusammenzuarbeiten, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken.

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Leipzig/St. Petersburg, 26. November 2019. Von Mittwoch bis Freitag, 27. bis 29. November 2019, treffen sich zahlreiche hochrangige Vertreter Russlands und Deutschlands im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Sankt Petersburg/Russland, um sich unter anderem über wichtige Fragestellungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auszutauschen. Besondere Aufmerksamkeit genießt dabei die angestrebte Abfallreform und der Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Russland. Ziel des dreitägigen Zusammentreffens an der Staatlichen Bergbau-Universität ist es, dass Wissenschaftler und Unternehmen aus beiden Ländern auf diesen Gebieten künftig stärker zusammenzuarbeiten, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken.

Zu den mehr als 500 teilnehmenden deutschen und russischen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zählen auch Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der stellvertretende russische Premierminister Alexey Gordejev. Daneben werden Valentina Matwijenko, Vorsitzende des russischen Föderationsrats, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, Russlands stellvertretender Energieminister Anatoly Janowski, Deutschlands früherer Bundesumweltminister Klaus Töpfer und Wassilij Osmakov, stellvertretender Minister für Industrie und Handel Russlands, erwartet.

„Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz steht vorbildlich für den offenen Dialog zwischen Vertretern beider Länder auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene. Es handelt sich um eine wertvolle Plattform, die selbst in schwierigen Zeiten den bilateralen und teilweise kontroversen Austausch ermöglicht und damit zur Zusammenarbeit beigetragen hat. Das ging einher mit positiven Impulsen sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Bewältigung ökologischer Herausforderungen“, sagt Klaus Töpfer als deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, das die Konferenz jährlich organisiert. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir erneut zahlreiche und hochkarätige Gäste begrüßen dürfen. Das sind sehr gute Voraussetzungen, um auch schwierige Themen sachlich zu diskutieren und entsprechende Lösungen zu finden.“

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland stattfindet, gilt als wichtige Dialogplattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte auf wissenschaftlicher, ökonomischer, ökologischer, Ebene anzustoßen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Staatliche Bergbau-Universität in St. Petersburg. Die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt sind Gründer des Deutsch-Russische Rohstoff-Forums.

Zu den weiteren inhaltlichen Schwerpunkten zählen der Aufbau und die Vertiefung einer deutsch-russischen Nachhaltigkeitskooperation, die klimafreundliche Transformation der Energiesysteme, die Einführung Bester Verfügbarer Techniken für mehr Umweltschutz im Bergbau oder die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft. Nach der Premiere eines deutsch-russischen Nachwuchswissenschaftler-Kolloquiums im Vorjahr findet im Rahmen der Konferenz in diesem Jahr erstmals ein ganztägiges Treffen von Nachwuchswissenschaftlers statt, bei dem relevante Forschungsthemen vorgestellt werden. Darüber hinaus werden drei junge russische Wissenschaftler mit dem Preis der Saarländischen Stahlindustrie für ihre herausragenden Leistungen geehrt.

„Das Verständnis dafür, dass dringend gehandelt werden muss, ist eindeutig da“

Im Interview mit dem Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum unterstreicht Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) die Notwendigkeit für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft in Russland und würdigt zugleich russische Bemühungen, den Klimaschutz zu stärken. Als Schirmherr der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Peterburg, bei der in diesem Jahr auch die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft einen besonderen Stellenwert genießen, blickt er besonders interessiert auf die derzeitigen Umweltschutz-Aktivitäten in Russland.   

Rohstoffkonferenz 2018 in Potsdam

Mit dem Aufbau einer Kreislaufwirtschaft kennt er sich bestens aus: Als früherer deutscher Bundesumweltminister war Klaus Töpfer (CDU) hierzulande maßgeblich für die Einführung des Dualen Systems verantwortlich und hat den Deutschen damit quasi das Mülltrennen beigebracht. Umso interessierter schaut Töpfer derzeit nach Russland, wo es erste Bestrebungen gibt, ein Kreislaufsystem nach deutschem Vorbild aufzubauen. Das gesteigerte Interesse des mittlerweile 81-Jährigen begründet sich auch aus seiner Funktion als Schirmherr der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz, bei der in diesem Jahr in St. Petersburg auch die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft einen besonderen Stellenwert genießen.

Auch aus diesem Grund hat er sich jüngst persönlich mit dem russischen Vize-Premierminister Alexey Gordejev über den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft ausgetauscht – und positive Schlüsse daraus gezogen: „Es wird deutlich, dass sich die Russische Föderation mit der Frage der Kreislaufwirtschaft stark beschäftigt hat und nun mittendrin ist, sie zu realisieren“, sagte Töpfer im Interview mit dem Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum. „Derzeit beschäftigt man sich mit der Frage, wie mit den Abfällen des Konsums und der Produktion umzugehen sei. Dabei orientiert man sich auch stark am Vorbild aus Deutschland.“

Trotz aller Unterstützung durch deutsche Unternehmen müsse Russland seinen eigenen Weg gehen und das System an die Gegebenheiten vor Ort anpassen. Die dortigen Gegebenheiten bezüglich des Umgangs mit Abfällen seien für ihn bedrückend. So entspreche die mit Deponien belastete Fläche der Größe von Baden-Württemberg. „Unter den Folgen einer solch unkontrollierten und nicht fachgerechten Müllentsorgung leidet vor allem die Bevölkerung“, so der inzwischen 81-Jährige. Dennoch nimmt er ein allgemeines Umdenken wahr, auch aufseiten des Staates: „Das Verständnis dafür, dass dringend gehandelt werden muss, ist eindeutig da. Ich verweise auf die sehr klaren Worte, die Putin für diese Problematik gewählt hat. Zudem erkennt man langsam auch aufseiten der Wirtschaft, welche wirtschaftlichen Potenziale in diesem Bereich liegen.“

Wenn es nach Töpfer, dem langjährigen Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, ginge, sollte auch in Russland der Fokus auf die Wiedergewinnung von Rohstoffen gelegt werden: „Wegwerfen ist unverantwortlich. Wir müssen Kreisläufe haben, und wir müssen die Wertstoffe wiedergewinnen. Die energetische Wiederverwertung ist nur dort einzusetzen, wo die stoffliche Wiederverwertung nicht oder noch nicht möglich ist.“

Den russischen Beitritt zum Pariser Klimaschutzabkommen in diesem Jahr bewertet Töpfer hingegen sehr positiv: „Das ist ein sehr gutes und notwendiges Zeichen gewesen, gerade vor dem Hintergrund, dass der amerikanische Präsident 14 Tage später erklärt hat, dass man das Abkommen verlassen werde. Die Ratifizierung ist der erste notwendige Schritt. Der zweite ist die Einhaltung der damit übernommenen Verpflichtungen.“

Ein großes Anliegen ist dem CDU-Politiker der intensive Austausch beider Nationen. Dafür bietet seiner Meinung nach nicht zuletzt die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz hervorragende Voraussetzungen: „Wir verfügen damit über eine sehr gute Plattform, die auch über schwierige Zeiten hinweg Kurs gehalten hat und die in der Wirtschaft, der Politik und der Wissenschaft sehr ernst genommen wird.“ Dass neben zahlreichen hochkarätigen Gästen mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sowie dem russischen Vize-Premierminister Alexey Gordejev auch zwei absolute Spitzenpolitiker beider Länder vertreten sind, freut ihn umso mehr. „Insofern haben wir sehr gute Voraussetzungen dafür, dass auch kontroverse Themen sachlich diskutiert werden können und man entsprechende Lösungen findet.“

Das komplette Interview mit Klaus Töpfer finden Sie unter diesem Link.

11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz: Entwicklung einer neuen Nachhaltigkeitskooperation angestrebt

Bekenntnis zu intensivem deutsch-russischen Dialog für eine nachhaltige und digitalisierte Rohstoffwirtschaft

11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz – Teilnehmer bekennen sich zu intensivem deutsch-russischen Dialog für eine nachhaltige und digitalisierte Rohstoffwirtschaft / © Alexander Hauck

Potsdam, 8. November 2018. Heute eröffnete Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D. und Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums die 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Potsdam.

In seiner Eröffnungsrede betonte Töpfer die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Rohstoffwirtschaft: „Der Klimawandel und Veränderungen im Rohstoffbedarf durch neue Technologien, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, sowie die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft verlangen als globale Herausforderung gemeinsames Handeln. Wir können die Pariser Klimaschutzziele nur erreichen, wenn wir länderübergreifend an einer nachhaltigen Rohstoffwirtschaft arbeiten. Deutschland und Russland verbindet seit vielen Jahren eine enge wirtschaftliche Partnerschaft – insbesondere im Rohstoffbereich. Diese Partnerschaft wollen wir durch eine stärkere wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit weiterausbauen.“ Dafür regt das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum an, die bestehenden Rohstoffkooperationen zwischen beiden Ländern stärker auf Nachhaltigkeit auszurichten. Die Erweiterung der bisherigen deutsch-russischen Beziehung durch diese Initiative sei ein wesentlicher Eckpfeiler, um die Klimaschutzziele zu erreichen, ergänzte Töpfer.

Ziel einer stärkeren Nachhaltigkeitskooperation sollte sein, die Zusammenarbeit beider Länder im Klimaschutz, im Bereich von High-Tech-Rohstoffen, in der Kreislaufwirtschaft, der Digitalisierung sowie der Vergrünung der Erdgaslieferungen zu stärken. Getragen werden könnte die Nachhaltigkeitskooperation durch einen intensiveren wissenschaftlich-technischen Austausch – insbesondere bei Nachwuchswissenschaftlern. So findet erstmals in diesem Jahr im Rahmen der Rohstoff-Konferenz ein eigenes deutsch-russisches Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium sowie eine „Poster-Session“ statt, bei der aktuelle Forschungsthemen vorgestellt werden. Insgesamt sind dazu fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten in Potsdam vor Ort.

Neben Prof. Dr. Klaus Töpfer betonte Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, in seiner Rede:

„Wer miteinander Handel treibt und über Energie und Rohstoffe verbunden ist, der trägt auch zur Stabilität in unserer Welt bei. Wir haben die gemeinsame Aufgabe, die Energiewende global erfolgreich zu meistern. Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum kann hier mit neuen Ideen aus der Wissenschaft und Wirtschaft zu einer nachhaltigen Energie- und Rohstoffversorgung und damit zu mehr Stabilität beitragen.“

Akkreditierungen für den 8. November sind unter konferenz@rohstoff-forum.org möglich.

Deutsch-russische Rohstoffbeziehung soll stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, begrüßt Bestrebungen zu neuer Nachhaltigkeitskooperation des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums auf der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam

Deutsch Russische Rohstoff-Konferenz 2018 Peter Altmaier MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie bei seiner Rede / © Georg Moritz
Deutsch Russische Rohstoff-Konferenz 2018 Peter Altmaier MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie bei seiner Rede / © Georg Moritz

Potsdam, 8. November 2018. Um die bisherigen deutsch-russischen Rohstoff-Beziehungen zu erweitern und zu stärken, haben sich die Teilnehmer der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz vom 6. bis 8. November 2018 in Potsdam darauf verständigt, stärker beim Thema Nachhaltigkeit zu kooperieren. Hierbei bekennen sich die Teilnehmer der Rohstoff-Konferenz insbesondere zu einer nachhaltigen Rohstoffpartnerschaft und zum Klimaschutz, zu einer nachhaltigen und digitalisierten Rohstoffwirtschaft sowie zu einer verstärkten Kooperation bei Hightech-Rohstoffen.

Deutsche und russische Regierungsvertreter bekräftigten zudem ihr Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen. Sie sind sich einig darin, dass moderne Technologien dazu beitragen sollen, die darin verankerten Ziele zu erreichen. Ansatzpunkte für eine Nachhaltigkeitskooperation sehen beide Seiten beispielsweise in der „Vergrünung“ der Erdgaslieferungen aus Russland – z. B. durch thermische Spaltung von Erdgas („Methan-Cracking“) zur CO2-freien Produktion von Wasserstoff. Ebenso sollen in Russland erneuerbare Energien ausgebaut und die Energieeffizienz weiter verbessert werden.

Weitere Bestrebungen der bilateralen Zusammenarbeit bestehen darin, die Kreislaufwirtschaft durch Wasseraufbereitung und Recycling zu verbessern, um Bergbaufolgen in Russland und Deutschland zu beseitigen. Die verstärkte deutsch-russische Zusammenarbeit soll darüber hinaus die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Rohstoffwirtschaft vorantreiben und Versorgungssicherheit bei Rohstoffen für Zukunftstechno­logien sicherstellen. Im Rahmen einer Nachhaltigkeitspartnerschaft wird ein klimafreundliches Wirtschaften im Bergbau fokussiert, wofür die besten verfügbaren Techniken (BVT) eingesetzt werden sollen.

Veränderungsprozess durch intensiven Dialog und stärkere wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit Leben füllen

Die Teilnehmer der Konferenz appellieren, den hierzu begonnenen Dialog im Rahmen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums aktiv mitzugestalten. Die Bereiche Wissenschaft und Bildung werden bei dem angestrebten Veränderungsprozess im Rahmen einer neuen Nachhaltigkeitskooperation als wichtiges Fundament definiert. Der Veränderungsprozess kann in erster Linie durch eine verstärkte technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Nationen mit Leben befüllt werden. Dies soll insbesondere mithilfe deutsch-russischer Forschungs- und Austauschprojekte zwischen Hochschulen und Unternehmen realisiert werden.

Bei der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam haben sich mehr als 500 deutsche und russische Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über wichtige Fragen und Zukunftsprobleme der Rohstoffwirtschaft ausgetauscht – darunter fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten aus beiden Nationen. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, nahmen an der Konferenz teil.
Ausführliche Informationen zu den Programmpunkten und den Referenten der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

Intensiver deutsch-russischer Dialog zu neuer Nachhaltigkeitskooperation: 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagt in Potsdam

500 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tauschen sich über Zukunft der Rohstoffwirtschaft aus. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und stellv. Ministerpräsident der Russischen Föderation Alexej Gordejew am 7. November zu Gast.

11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Potsdam / © Alexander Hauck
11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Potsdam / © Alexander Hauck

Potsdam, 5. November 2018. Experten aus Deutschland und Russland setzen sich für eine stärkere Kooperation beider Länder bei nachhaltigem Wirtschaften und beim Klimaschutz ein. Die Diskussion hierüber wird im Zentrum der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam stehen, die vom 6. bis 8. November in Potsdam stattfindet. Mehr als 500 deutsche und russische Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden sich dabei über wichtige Fragen und Zukunftsprobleme der Rohstoffwirtschaft austauschen – darunter fast 100 Nachwuchswissenschaftler und Studenten aus beiden Nationen. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, nehmen an der Konferenz teil.

Ziel des diesjährigen Zusammentreffens ist es, einen Konsens zu nachhaltigem Wirtschaften zu erzielen, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken. Zu den weiteren inhaltlichen Schwerpunkten zählen insbesondere der regionale Strukturwandel, die zukünftige Versorgung mit Rohstoffen, die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft für Zukunftstechnologien sowie die universitäre und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen im Rohstoffbereich.

Am Dienstagabend wird die Rohstoff-Konferenz unter der Schirmherrschaft des Minister­präsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, offiziell eröffnet: „Partner­schaftlicher Dialog ist die Gründungsidee des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Es hat sich als Plattform einer langfristigen strategischen und vertrauensvollen Zusammen­arbeit etabliert. In Zeiten einer Außenpolitik via Twitter und der Wiederkehr nationaler Egoismen sind Formate des kontinuierlichen Dialogs von wachsender Bedeutung und unverzichtbar. Es zeichnet das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum seit seiner Gründung aus, dass es die gemeinsamen, aber auch die unterschiedlichen Interessen des ‚Rohstoffgiganten Russland‘ und der ‚Industrienation Deutschland‘ klar und offen zur Sprache bringt, um diese Interessen dann zum Ausgangspunkt der gemeinsamen Suche nach Win-Win-Situationen zu machen“, so Dr. Woidke.

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland durchgeführt wird, fungiert als Dialogplattform und unterstreicht die jahrhundertealten historischen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bande zwischen beiden Nationen. Durch den gemeinsamen Austausch sollen neue Impulse für die deutsch-russische Partnerschaft gesetzt werden, bei der der intensive, dauerhafte und gleichberech­tigte Dialog miteinander im Fokus steht und eine Basis für zuverlässige wissenschaftliche und unternehmerische Kooperationen bildet.

„Seit elf Jahren hat sich die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz als eine produktive Platt­form für den offenen Dialog bewährt. Gemeinsamkeiten werden herausgearbeitet und kritische Themen intensiv analysiert und auf Lösungen hin erörtert. Neue globale Herausforderungen verlangen gemeinsames Handeln – auch in der wissenschaftlich-technischen Zusammen­arbeit. Dazu gehört die Veränderung des Rohstoff­bedarfs durch neue Technologien, insbesondere bei den erneuerbaren Energien sowie die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft und die Umsetzung der Pariser Klimaziele. Wir freuen uns, dass es vor allem junge Wissenschaftler sind, die sich diesen gemeinsamen Herausforderungen angenommen haben“, unterstreicht Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a. D. und deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Erstmals findet in diesem Jahr ein eigenes deutsch-russisches Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium sowie eine „Poster-Session“ statt, bei der Forschungsthemen vorgestellt werden.

Die Teilnahme von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und die des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Alexej Gordejew, unterstreicht die Bedeutung des Dialogs für die zukünftige deutsch-russische Zusammenarbeit auf ökonomischer, ökologischer, wissenschaft­licher und gesellschaftlicher Ebene. Die Reden beider Regierungsvertreter sind am 7. November (12.30 bis 13.00 Uhr) vorgesehen.

Auf Ebene der Bundesländer wird die Rohstoff-Konferenz neben Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, zudem durch Michael Kretschmer, Ministerpräsi­­dent des Freistaates Sachsen, Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen sowie Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt begleitet.

Weitere hochrangige Referenten der Rohstoff-Konferenz sind u. a. Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg und russischer Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Alexander Iwanowitsch Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des russischen Energiekonzerns PAO Gazprom, Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses und Geschäftsführer der Rogesa Roheisengesellschaft Saar, Eckhardt Rümmler, Mitglied des Vorstandes der Uniper SE, Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG, Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Vorsitzender des Vorstands – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und Anatoly Janowski, stellvertretender Energieminister der Russischen Föderation.

Akkreditierungen für die Veranstaltungstage des 7. und 8. November sind unter konferenz@rohstoff-forum.org möglich.

Ausführliche Informationen zu den Programmpunkten und den Referenten der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.