Gemeinsame Sitzung bringt wertvolle Erkenntnisse:

Arbeitsgruppe Wasserstoff und Neue Gase tauscht sich über verschiedene Herstellungsverfahren aus

Dass Wasserstoff als ein Schlüsselelement und wesentlicher Treiber beim Erreichen der internationalen Klimaziele fungiert, darüber ist man sich innerhalb der Arbeitsgruppe „Wasserstoff und Neue Gase“ des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums (DRRF) vollkommen einig. In Bezug auf die optimale Herstellungsweise des wertvollen Guts gibt es unter den handelnden Personen jedoch teilweise verschiedene Ansichten.

Um das gemeinsame Verständnis für die unterschiedlichen Herangehensweisen weiter zu fördern, führte die Arbeitsgruppe unlängst eine gemeinsame Sitzung durch, in der verschiedene relevante Herstellungsverfahren von Wasserstoff vorgestellt und Hintergründe aufgezeigt wurden. Ein Fokus lag dabei auf dem Verfahren der Methanpyrolyse. Bei diesem Prozess wird das Methan im Erdgas in Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten. Hierbei können Russland und Deutschland  auf weitrechende Erfahrungen und breites Wissen zurückzugreifen, um ein gemeinsames Verständnis für die Technologie und die Entwicklung hin zum industriellen Maßstab voranzutreiben.

Während der Sitzung wurden solche Aspekte, wie Technologieverfügbarkeit, Weiterverwertung des Kohlenstoffs sowie Entwicklung gemeinsamer Systemkonzepte diskutiert. Die teilnehmenden Vertreter von mehr als dreißig Institutionen und Unternehmen aus Deutschland und Russland versuchten zudem, mögliche Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen der Wasserstoff-Produktion sowie der angeschlossenen Wertschöpfungsketten zu identifizieren.

Die virtuelle Sitzung wurde in gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen des DRRF und der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) auf die Beine gestellt. Hannes Seidl, Bereichsleiter Energiesysteme und Energiedienstleistungen bei der dena, führte als Moderator gemeinsam mit Kirill Molodtsow, dem Berater des Leiters der russischen Präsidialverwaltung, durch die Veranstaltung.