Ausgangspunkt

Im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vereinbarten die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt, die TU Bergakademie Freiberg und die Nationale Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg, am 10. Oktober 2006 die Gründung eines „Ständigen deutsch-russischen Forums zu Fragen der Nutzung von Rohstoffressourcen“.

Die Geschichte der beiden weltweit ältesten Montanhochschulen – der TU Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Bergbauuniversität „Gorny“ – ist eng miteinander verflochten. Die „Gorny“ wurde 1773 nach dem Vorbild der Freiberger Bergakademie, die 1765 gegründet worden war, errichtet. Von Anfang an waren beide Universitäten durch den Austausch von Studenten und bedeutenden Wissenschaftlern verbunden.

Heute beinhaltet die Zusammenarbeit u. a. den Austausch von Studenten, Promovenden und Professoren, die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte, die gemeinsame Nutzung der Ausstattung von Speziallaboratorien sowie die Durchführung von Exkursionen und Praktika in Unternehmen Russlands und Deutschlands. Einer der Höhepunkte der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Arbeit im Rahmen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums.

Ein Projekt, das von den beiden Ressourcenuniversitäten initiiert wurde, ist die Errichtung des Lomonossow-Hauses in Freiberg, als ein Symbol für die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Dazu wurde das Gebäude, in dem der russische Universalgelehrte Michail Lomonossow während seines Aufenthalts in Freiberg 1739/40 gearbeitet hatte, rekonstruiert und als Begegnungszentrum für deutsche und russische Studenten und junge Wissenschaftler ausgebaut. Die Nationale Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg hat den Großteil der Kosten für den Erwerb und die Restauration des Gebäudes getragen. Das Lomonossow-Haus wurde im Februar 2014 eröffnet.

Ziele

Ausbau wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit im Rohstoff-Bereich durch

  • Organisation, Moderation und Begleitung von Fachtagungen zu ausgewählten Rohstofffragen
  • Gemeinsame Weiterentwicklung von Technologien zur Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung von Rohstoffen

Ausbau der Bildungszusammenarbeit im Rohstoffbereich durch

  • Initiierung von Hochschulkooperationen und gemeinsamen Forschungsprojekten
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Weiterbildung von Fachkräften beider Länder

Intensivierung der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit im Rohstoffsektor

  • Verbesserung der Rahmenbedingungen der Rohstoffpartnerschaft durch Bereitstellung einer ständigen Dialogplattform
  • Einsatz für ein deutsch-russisches Abkommen zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit im Rohstoffbereich

Förderung wirtschaftlicher Kooperationen

  • Kooperation mit russischen Unternehmen und Gebietskörperschaften bei der Suche nach deutschen Partnern für Rohstoff- und Modernisierungsprojekte
  • Rohstoff-Konferenz auch als unternehmerische Kooperationsplattform