12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz

Vom 27. bis zum 29. November 2019 tagte die 12. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz an der St. Petersburger Bergbauuniversität. Die Konferenz bietet alljährlich eine wichtige Plattform, um Stand und Perspektiven der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit im Energie- und Rohstoffbereich zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte anzustoßen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz stand die Ausgestaltung einer zukunftsorientierten Nachhaltigkeitskooperationen, die klimafreundliche Transformation der Energiesysteme in beiden Ländern sowie der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft.

Das vielfältige Programm bestehend aus Plenartagungen und Rund-Tisch Diskussionen bot den Besuchern die Möglichkeit sich mit aktuellen Fachthemen und Zukunftsfragen auseinanderzusetzen. Dabei traten Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft miteinander in den Dialog. Ziel war es, den aktuellen Stand der deutsch-russischen Zusammenarbeit zu beleuchten und Potenziale für zukünftige Kooperationen aufzudecken.

Am zweiten Konferenztag fanden offene Sitzungen der Arbeitsgruppen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums zu den Themen „Beste Verfügbare Techniken und Rekultivierung im Bergbau“, „Digitalisierung“ und „Wasserstoff / neue Gase“ statt sowie ein Rund-Tisch zum Thema „Zusammenarbeit bei Industrieabfällen“.

Die Konferenz fördert gezielt den Austausch von Nachwuchswissenschaftlern beider Länder: Im Rahmen einer Vorkonferenz  hatten diese am 27. November 2019 die Möglichkeit, sich ihre Forschungsarbeiten vorzustellen und miteinander zu diskutieren. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Konferenz erneut der Preis der Saarländischen Stahlindustrie an drei herausragende Nachwuchsforscher verliehen.

27. November 2019

Vorkonferenz für Nachwuchswissenschaftler

Das detaillierte Programm der Vorkonferenz sowie weiterführende Informationen finden Sie  hier.

09:30 – 12:00

Case Competition

12:00

Mittagessen

13:00 – 14:30

Masterclass bei führenden russischen und deutschen Wissenschaftlern im TED-Stil

14:30 – 16:30

Wettbewerb der Nachwuchswissenschaftler

18:00– 19:15

Briefing der deutschen Delegation durch Dr. Géza Andreas von Geyr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation und Matthias Schepp, Vorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer

Ort: Park Inn by Radisson Pribaltiyskaya, Konferenzsaal Red 11,
Korablestroitelei St. 14, V.O., Sankt Petersburg

19:30 – 22:30

Begrüßungsempfang

Grußworte

Dr. Eltje Aderhold, Generalkonsulin, Deutsches Generalkonsulat St. Petersburg
Géza Andreas von Geyr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation
Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident a.D., Mitglied des Präsidiums des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums
Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und Delegierter der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und Delegierter der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation

Ort: Park Inn by Radisson Pribaltiyskaya, Restaurant Maimoon,
Korablestroitelei St. 14, V.O., Sankt Petersburg

28. November 2019

08:00 – 09:00

Registrierung

09:00 – 09:20

Eröffnung der Konferenz

Grußworte

Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der St. Petersburger Bergbauuniversität, russischer Schirmherr
Walentina Matwijenko, Vorsitzende des Föderationsrates der Russischen

09:20 – 10:00

Impulsvorträge

Dr. Gerd Müller, MdB, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Alexej Gordejew, stellv. Ministerpräsident der Russischen Föderation

10:00 – 10:20

Grußworte

Dr. Géza Andreas von Geyr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation
Alexander Beglow,
Gouverneur von St. Petersburg
Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor TU Bergakademie Freiberg

10:20 – 10:45

Pause / Presseinterviews

10:45 – 12:15

Plenartagung I:
Die deutsch-russische Rohstoff-Zusammenarbeit vor dem Hintergrund neuer globaler und ökologischer Herausforderungen

Das Erreichen der in internationalen Abkommen vereinbarten Klima- und Nachhaltigkeitsziele erfordert verstärkte nationale Anstrengungen und internationale Kooperationen. Deutschland und Russland stehen dabei gleichermaßen vor großen Herausforderungen. Die deutsch-russische Energiepartnerschaft, als seit Jahrzehnten bestehender Eckpfeiler der bilateralen Beziehungen, muss vor dem Hintergrund der nachhaltigen Umgestaltung der Energiesysteme weiterentwickelt werden. Russlands Bereitschaft, bei den klimapolitischen Herausforderungen Verantwortung zu übernehmen, zeigt sich nicht zuletzt im kürzlich vollzogenen Beitritt zum Pariser Klimaschutzabkommen. Auch der ressourcenschonende und effiziente Umgang mit Rohstoffen und damit das Thema Nachhaltigkeit in anderen Wirtschaftszweigen rückt in beiden Ländern zunehmend ins Zentrum der öffentlichen Diskussion. Hier liegt die Schnittstelle für viele mögliche bilaterale Kooperationen, über deren mögliche Ausgestaltungen, Potentiale und Herausforderungen im Rahmen dieser Plenartagung diskutiert wird.

Moderator

Kirill Molodtsov
Assistent des Vorsitzenden der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation

Deutsche Teilnehmer

Thorsten Herdan, Leiter der Abteilung „Energiepolitik – Wärme und Effizienz“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie Agentur
GmbH (dena)
Dr. Markus Schöffel
, Manager Nachhaltigkeitsstrategie, thyssenkrupp Steel Europe AG

Russische Teilnehmer

Anatoly Janowski, stellv. Energieminister der Russischen Föderation
Oleg Aksjutin, stellv. Vorstandsvorsitzender der PAO Gazprom
Boris Porfiriev, Akademiker, Institut für Wirtschaftsprognose der Russischen Akademie der Wissenschaften
Tatyana Mitrova, Direktorin des SKOLKOVO Energy Center, Moskauer Schule für Management

12:15 – 13:00

Mittagspause

13:00 – 14:30

Plenartagung II:
Digitalisierung in der Rohstoff- und Energiewirtschaft – eine neue Realität

Die digitale Transformation ist für viele Branchen und u.a. auch für die Rohstoffindustrie das größte IT-Projekt des 21. Jahrhunderts. Die effizientere und umweltgerechtere Gewinnung von Rohstoffen steht im Fokus vieler Unternehmen. Hierbei können digitale Lösungen einen wichtigen Beitrag leisten. Dabei sind die Unternehmen auf die internationale Zusammenarbeit angewiesen, um bestmögliche Lösungen in der neuen digitalen Realität für die Rohstoffbranche durch Erfahrungs- und Wissensaustausch zu finden. Deutschland als ein führendes Technologieland und Russland als eines der größten Rohstoff- und Energieproduzenten könnten durch ihre Kooperation zu einer Verringerung der Kosten bei einer gleichzeitigen Steigerung der Produktion beitragen. Im Rahmen dieser Plenartagung werden sowohl über die gemeinsamen Projekte, als auch über die jeweiligen Besonderheiten in beiden Ländern der Digitalisierungsprozesse in der Energiewirtschaft, Technologieproduktion sowie im Bergbau diskutiert. Dabei werden auch die Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit und mögliche bilaterale Allianzen im Bereich der Digitalisierung thematisiert.

Moderator

Alexander Schochin, Präsident der Russian Union of Industrialists and Entrepreneurs

Deutsche Teilnehmer

Prof. Dr. -Ing. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Alexander Liberow, CEO SIEMENS Russia
Torsten Murin, Managing Director, Wintershall Dea Russia GmbH
Dr. Frank Neubert, Teamleiter Gruppe Software, Umwelt- und Ingenieurtechnik GmbH Dresden

Russische Teilnehmer

Oleg Botscharow, stellvertretende Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation
Alexander Ayvas, Datenschutzbeauftragter, SIBUR Holding PJSC
Evgeny Novitsky, Erster stellv. Generaldirektor, PJSC PhosAgro
Andrey Wanyuschin, Direktor IT, AO „SUEK“

14:30 – 15:00

Kaffee-Pause

15:00 – 16:30

Plenartagung III:
Abfall- und Reststoffe als Rohstoffquelle: der lange Weg zur Kreislaufwirtschaft

Die Plenartagung widmet sich den Querverbindungen zwischen Abfallwirtschaft und strategischem Rohstoffmanagement. Die Herausforderungen und Erfahrungswerte beider Partnerländer bei dem Aufbau einer modernen Abfall-Infrastruktur sind von maßgeblicher Relevanz für eine effiziente Ressourcennutzung. So kann eine moderne Abfallwirtschaft gezielt die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Industrieprodukten befördern und die Pfeiler der Versorgungssicherheit diversifizieren. Hierdurch kann sie wegweisend für einen zukunftsfähigen Rohstoffsektor sein, der neben der Förderung von Primärrohstoffen auch die Gewinnung von Sekundärrohstoffen stärker in den Blick nimmt. Angereichert werden soll die Diskussion anhand konkreter Anwendungsbeispiele von Recycling, die sich mitunter auf die Gewinnung strategischer Metalle aus Industrieabfällen beziehen. Auf diese Weise zeichnet die Plenartagung das Bild eines sich in eine Kreislaufwirtschaft einfügenden, strategisch koordinierten Rohstoffsektors.

Moderator

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums

Keynote-Speaker

Alexej Gordejew, stellv. Ministerpräsident der Russischen Föderation

Deutsche Teilnehmer

Dr. Andreas Jaron, Leiter des Referats „Allgemeine, grundsätzliche und internationale Angelegenheiten der Kreislaufwirtschaft“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Dr. Wolfram Palitzsch, Geschäftsführer, Loser Chemie GmbH
Prof. Dr. Bernd Meyer, Leiter Geschäftsfeld Chemische Umwandlungsprozesse, Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS
Katharina Schweitzer, Wissenschaftliche Referentin, Circular Economy Initiative, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Russische Teilnehmer

Konstantin Rumjanzew, stellv. Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt der Russischen Föderation
Vladimir Rasumov, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, SIBUR
Leonid Weisberg, Präsident des Verwaltungsrates, Mekhanobr Technika

17:00 – 18:30

Podiumsdiskussion: Deutschland – Russland: Zusammenarbeit durch regionale Partnerschaften stärken

Moderation

Prof. Dr. Horst M. Teltschik , ehem. Außen- und Sicherheitspolitischer Berater des Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl

Keynote

Dr. Reiner Haseloff, Miniterpräsident

Deutsche Teilnehmer

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
Stanislaw Tillich, Ministerpräsident a.D.

Russische Teilnehmer

Wassilij Osmakov, stellv. Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation (angefragt)
Natalia Komarowa, Gouverneurin des autonomen Kreises der Chanten und Mansen (Jugra)
Alexander Tsybulsky, Oberhaupt des autonomen Kreises der Nenzen
Sergey Tsiwilew, Gouverneur der Oblast Kemerowo

19:30 – 22:00

Abendempfang auf Einladung des russischen Lenkungskreises in der Peter-und-Pauls-Festung

(mit Verleihung des Preises der Saarländischen Stahlindustrie durch Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses, Mitglied des Kuratoriums der Montan-Stiftung-Saar und der Gedenkmedaille „300 Jahre Berg-Collegium in Russland“ durch Valery Yazev, Präsident des Verbandes der Montanindustriellen der Russischen Föderation)

Ort: Atrium der Festung, Petropavlovskaya Krepost 4, 197046, St. Petersburg

29. November 2019

09:00 – 11:00

Plenartagung IV:
Die deutsch-russische Zusammenarbeit in der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung – Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft (in Kooperation mit der Helmholtz-Gemeinschaft)

Der Klimawandel stellt die Welt vor enorme Herausforderungen, die nur in der internationalen Kooperation durch den Austausch des verfügbaren Wissens und gegenseitige Unterstützung bewältigt werden können. Russland ist auf vielen Forschungsgebieten ein wichtiger Partner für Deutschland und die Helmholtz-Gemeinschaft. Insbesondere in der Klima- und Arktisforschung gibt es traditionell eine exzellente Kooperation, wobei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einen besonderen Stellenwert einnimmt. Diese gilt es weiter zu intensivieren, da die bilaterale Zusammenarbeit der Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft einen wichtigen Beitrag für die gemeinsamen Klimaziele leisten wird. Die Helmholtz Gemeinschaft, die größte außeruniversitäre Wissenschaftsorganisation Deutschlands, führt mit russischen Einrichtungen aktuell zahlreiche Projekte zur Nachhaltigkeits- und Klimaforschung durch, u.a. im Bereich der Ressourcen- und Permafrost-Forschung. Das Helmholtz Zentrum in Potsdam bietet gemeinsam mit der russischen Vernadsky-Stiftung im Rahmen von regelmäßigen Sommerschulen, die Möglichkeit für einen interdisziplinären Dialog zur nachhaltigen Entwicklung und globalem Wandel. In der Plenartagung werden die Projekte vorgestellt und über Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit diskutiert.

Moderator

Dr. Ludwig Stroink, Leiter Internationale Beziehungen, Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum

Vorstellung gemeinsamer deutsch-russischer Forschungsprojekte

Prof. Christoph Hilgers, Karlsruhe Institute of Technology (KIT): Die Lieferung nachhaltiger Georessourcen
Prof. Judith Schicks, Helmholtz-Zentrum Potsdam (GFZ) / Evgeny Chuvilin
(Skoltech, Moskau): Risikobetrachtung der Methanfreisetzung aus Permafrostböden in der Arktis
Alexey Faguet, Trofimuk-Institut für Erdölgeologie und Geophysik, Sibirischer Zweig der Russischen Akademie der Wissenschaften (IPGG SB RAS): Untersuchungen der elektrischen Widerstandstomographie zur Unterstützung einer ökologisch sinnvollen Nutzung mineralischer Ressourcen“. Das Problemfeld elektrischer Studien, die sich auf im Bergbau anfallende Kohlegruben und giftige Wasserabfälle beziehen
Andrey Cheshev, V.I. Vernadsky Nichtstaatliche Ökologische Stiftung: Gemeinsame Sommerakademien in der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung – Die Zusammenarbeit zwischen der Vernadsky-Stiftung und der Helmholtz-Gemeinschaft zur Förderung der Mobilität junger Talente
Oleg Kharkhordin, Vorsitzender des Vorstands, Stiftung der Europäischen Universität Sankt Petersburg

 

 

Diskussion weiterer Perspektiven

11:00 – 11:30

Pause

11:30 – 14:00

Parallele Rund-Tisch Gespräche

I. Umgang mit Abfällen: Erfahrung und Chancen für Zusammenarbeit (in Kooperation mit der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer)

Die nachhaltige Entwicklung steht in beiden Ländern im Fokus. Welche umweltpolitischen Akzente werden gesetzt und unter welchen Rahmenbedingungen agieren deutsche und russische Unternehmen? Wie kann eine effiziente Verarbeitung von Industrieabfällen stattfinden? Welche Regelungen gelten für die Abwasserreinigung in Russland und welche Lösungen haben russische und deutsche Unternehmen dafür gefunden? Viele Firmen setzen sich aktiv für umweltfreundliche Technologien in ihrer Produktion ein und investieren somit in eine saubere und zukunftsfähige Industrie. Der Runde Tisch lädt zu einer Diskussion darüber ein, welche durch Expertenmeinungen von Vertretern aus Umweltministerien aus Deutschland und Russland sowie aus der Wissenschaft bereichert wird.

Moderation

Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer und Delegierter der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation

Nationale Schwerpunkte in der Abfallwirtschaftspolitik und nachhaltige Entwicklungskonzepte:

Teilnehmer

Natalia Beljajewa, stellv. Vorsitzende des Ausschusses für natürliche Ressourcen und Umwelt, „Delowaja Rossija“
Ruslan Gubaidullin, Geschäftsführer der Vereinigung von Organisationen, Betreibern und Spezialisten im Bereich der Abfallwirtschaft „Clean Country“
Dr. Tatiana Mazidowski. Intertechelectro
Jaroslaw Uglawa, „Ecouniversal“

Entsorgung von Industrieabfällen. Technologien, Erfahrungen in der Umsetzung sowie Kooperationsmöglichkeiten:

Teilnehmer

Marina Ipatowa-Arendt, Oschatz Energy and Environment GmbH
Michail Scheweljow, MC Bauchemie
Natalia Lubenskaja, Schauenburg Maschinen- und Anlagenbau GmbH
Leonid Weisberg, Forschungs- und Produktionsunternehmen „Mekhanobr-Tekhnika“,
Olga Smirnowa, Staatliche Bergbau-Universität Sankt Petersburg
Boris Lewin, „Fosagro“
Marina Chebotajewa, Beraterin
Wolfram Palitzsch, Loser Chemie GmbH

II. Beste Verfügbare Techniken / Umweltschutz / Rekultivierung im Bergbau (in Kooperation mit der GIZ)

Der runde Tisch widmet sich zwei thematischen Schwerpunkten: Zunächst werden die Änderungen des russischen Rechtsrahmens bezüglich der Regeln zur Einrichtung von Umweltschutzzonen für Unternehmen diskutiert sowie mögliche deutsche Ansätze zur Definition der Begrenzung von Umweltschutzzonen. Im Anschluss wird die Entwicklung eines offenen Handbuchs über die besten verfügbaren Techniken bei der Sanierung von gestörten Böden unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen, der gewonnenen und verarbeiteten Rohstoffe und des Schutzobjekts thematisiert. Dabei spielen unter anderem die Harmonisierung der Terminologie und der empfohlenen Ansätze mit ISO-Normen eine zentrale Rolle. An der Diskussion werden neben Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Rekultivierung“ deutsche und russische Vertreter aus Wirtschaft und Forschung teilnehmen.

Moderation

Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Technische Universität Bergakademie Freiberg
Maria Pashkevich, Leiterin der Abteilung für Geoökologie, Bergbau-Universität Sankt Petersburg
Julia Grishchenkova, Landesdirektorin Russland, Deutsche Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Teilnehmer

Natalia Alexejewa, Leiterin der Abteilung für die staatliche Überwachung der Untergrundbedingungen im Zentralföderalbezirk, GBU „Gydrospezgeologija“
Konstantin Kolikow, Leiter der Abteilung Sicherheit und Ökologie des Bergbaus, MISiS
Dmitry Petrotschenko, Stellvertretender Direktor für Ökologie, VostNII Forschungs- und Entwicklungszentrum
Juri Manakow, Leiter des Labors für ökologische Bewertung und Management der biologischen Vielfalt, FIC für Kohle- und Kohlenstoffchemie, Sibirische Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften
Alexey Alexeenko, Lehrstuhl Geoökologie, St. Petersburger Bergbauuniversität
Michail Begak, Leitender Forscher am St. Petersburger Forschungszentrum für Umweltsicherheit RAS
Lyudmila Kapelkina, Leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum für Umweltsicherheit in St. Petersburg, RAS
Wera Matweewa, Direktorin des Zentrums für die kollektive Nutzung von High-Tech-Geräten, Bergbau-Universität Sankt Petersburg

III. Deutsch-Russische Kooperation bei Wasserstoff / grünen Gasen

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen und die Verbesserung der Energieeffizienz sind weithin bekannte Mittel zur Erreichung der globalen Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen. Desweiteren ist es jedoch wichtig, kohlenstoffarme Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu finden, die in schwer zu elektrifizierenden Wirtschaftszweigen eingesetzt werden. Da das Potenzial für erneuerbare Energien weltweit geografisch ungleich verteilt ist, muss die Energie aus erneuerbaren Quellen über weite Entfernungen, auf eine für den Welthandel geeignete Weise, gespeichert und übertragen werden.

Wasserstoff wird zunehmend als kohlenstoffarmer, nachhaltiger Energieträger angesehen, der diese Herausforderungen bewältigen kann. Wasserstoff und andere klimaneutrale Gase sind ein wichtiges strategisches Thema für die deutsch-russische Zusammenarbeit. Ziel dieses Runden Tisches ist es, eine Diskussion zu diesem breiten Thema zu beginnen. Im Rahmen des Russisch-Deutschen Rohstoff-Forums wird dieser Runde Tisch Vertreter der deutschen und russischen Seite zusammenbringen, um die verschiedenen Chancen und Herausforderungen zu diskutieren, die Wasserstoff für die gesamte Energie-Wertschöpfungskette bietet.

Moderation

Alexey Khohlov, Leiter des Departments Stromwirtschaft, Energiezentrum der Moscow School of Management SKOLKOVO
Hannes Seidl, Bereichsleiter Energiesysteme und Energiedienstleistungen, Deutsche Energie-Agentur (dena)

Teilnehmer

Ksenia Berezina, Project Manager Hydrogen, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH
Cornelia Müller-Pagel, Leiterin Grüne Gase, VNG AG
Dr. Markus Schöffel, Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsstrategie, thyssenkrupp Steel Europe AG
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause, Universitätsprofessor an der TU Bergakademie Freiberg, Lehrstuhlinhaber für Gas- und Wärme-technische Anlagen, Geschäftsführer der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH und des DBI-Gastechnologisches Institut GmbH Freiberg
Andrej Gabow, stellvertretender Direktor der Abteilung für staatliche Zoll- und Infrastrukturreformen, Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung der Russischen Föderation
Mikhail Koslow, stellvertretender Generaldirektor, InEnergy Group

IV. Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft

Die Zukunft der Rohstoffindustrie muss sicherer und effizienter werden, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher als heute. Wir sprechen über die Digitalisierung. Der weltweite Smart-Mining-Markt wird bis 2022 nach Hochrechnung seriöser Fachleute ein Umsatzvolumen von 15,837 Millionen US-Dollar bei einer nachhaltig hohen Umsatzrendite von über 10 Prozent erreichen. Wir alle arbeiten in einer Zeit der digitalen Transformation mit der zunehmenden Fähigkeit, die betrieblichen Kosten weiter zu senken. Die Anforderungen an intelligente Bergbautechnologien werden immer mehr vorangetrieben. Die Chance zur Erreichung der angestrebten verbesserten Produktivität, verbesserten Betriebseffizienz und ein damit einhergehendes erhöhtes Sicherheitsniveau bringen Experten aus Russland und Deutschland mit dem Wunsch zusammen auf Augenhöhe gemeinsame Projekte anzugehen.

Moderation

Peter von Hartlieb, Senior Consultant, EnergieAgentur.NRW
Prof. Dr. Marian Paschke, Lehrstuhl für Zivilrecht, Handels-, See- und Wirtschaftsrecht, Universität Hamburg
Jury Zhukovski, Lehrstuhl für Elektrische Energietechnik und Elektromechanik, St. Petersburger Bergbauuniversität

Teilnehmer

Dina Lindsay, International Sales DMT GmbH & Co. KG
Dieter Mantwill, Managing Director, Fluid-Competence
Tobias Hartmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, RWTH Aachen AMT
Dr. Stefan Vöth, Wissenschaftsbereich Maschinenbau und Materialwissenschaften, Technische Hochschule Georg Agricola
Jörn Lehmann, VDMA Mining
Alexey Klebanov, Generaldirektor, VIST Group
Aleksandr Bondarenko, Regional office director, VIST Group
Artyom Varavin, Geschäftsführer des Youth Innovation Center in „Rosseti LenEnergo”
Alexander Smolenksy, Business development Director, Zyfra

V. Museen als Umfeld für die nachhaltige Entwicklung wissenschaftlicher Beziehungen und die Popularisierung von Wissen

Im Rahmen dieses Arbeitstisches werden Vorträge von Spezialisten und Wissenschaftlern zu folgenden aktuellen und kulturhistorischen Themen diskutiert: „Russisch-Deutsche Wissenschaftsbeziehungen“, „Digitalisierung von Museumssammlungen“, sowie „Wissenspopularisierung – Ergebnisse und neue Ansätze“. Weiterhin werden die Resultate einer der Hauptveranstaltungen im Humboldt-Jahr 2019, der russisch-deutschen Studienexpedition „Auf den Spuren Alexander von Humboldts“, vorgestellt. Die Filmemacher des deutschen Kollektivs „Asymmtry“ zeigen ihren Dokumentarfilm über die Expedition.

Moderation

Prof. Dr. Gerhard Heide, Professor an der TU Bergakademie Freiberg
Dr. Christoph Häuser, Stellvertreter des Generaldirektors, Koordinator internationale Zusammenarbeit und Forschungspolitik, Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
Prof. Irina Talowina, Professorin, Bergbauuniversität St. Petersburg
Elena Kotowa, stellvertretende Direktorin des Bergbaumuseums für Forschung

Teilnehmer

Deutsch-Russische Wissenschaftsbeziehungen im Bergbau des 18. und 19. Jahrhunderts

Prof. Dr. Gerhard Heide, Professor an der TU Bergakademie Freiberg: Geowissenschaftliche Sammlungen als Forschungsinfrastruktur an Universitäten
Prof. Yuriy Voitekhovskiy, ergbauuniversität St. Petersburg: Überblick der mineralogischen Ideen im 18. und 19. Jahrhundert
Natalia Borovkova, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bergbauuniversität St. Petersburg: Naturkundliche Sammlungen europäischer Prinzessinnen – dynastische Ehen und ihr Beitrag auf die Entwicklung von Wissenschaft und Aufklärung
Dr. Birgit Kreher-Hartmann, Institut für Geowissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena: Царские подарки времен Марии Павловны из минералогической коллекции Йенского Университета
Prof. Vitaliy Vedernikov, Altaisches Institut für Wirtschaftswissenschaften: Sächsische Bergleute und Spezialisten im Altai in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts
Dipl.-Geol. Carsten Eckert, Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha: Bergbaukarten der Altairegion in den Sammlungen der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg als Zeugen von Wirtschaftsspionage im 18. Jahrhundert?
Larisa Bondar, St. Petersburg, Russland: Die Salzgewinnung am Ural: Die statistischen Erforschungen Johann Hermanns zum Ende des 18. Jahrhunderts (angefragt)

Digitalisierung der Museumssammlungen

Dr. Christoph L. Häuser, Museum für Naturkunde Berlin, Leibniz-Institut für Evolution und Biodiversität: Öffnung wissenschaftlicher Sammlungen – neue Möglichkeiten für innovative Forschung und internationale Zusammenarbeit
Dr. Olaf Simons, Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt, Schloss Friedenstein, Gotha: Wikibase – die derzeit wahrscheinlich intelligenteste Software für internationale Forschungsprojekte
Nadezhda Ascheulova, Direktor der St. Petersburger Filiale am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik, Russische Akademie der Wissenschaften: Die Korrespondenz Alexander von Humboldts in russischen Bibliotheken und Archiven – Geschichte ihner Übersetzungen und Herausgabe

Popularisierung von Wissen – neue Ansätze

Prof. Irina Talovina/Dr. Asiya Duriyagina, Bergbauuniversität St. Petersburg: Das Studienprogramm „Angewandte Geologie”
Tobias Siebenhaar/Maximilian Mrozik, stellv. Vorsitzender, Leitung der Exkursionsplanung, Geologische Gemeinschaft zu Freiberg e.V.: Die Geologische Gemeinschaft zu Freiberg e.V. – eine Studenteninitiative wirbt für den deutsch-russischen Praktikumsaustausch
Prof. Vitaliy Vedernikov, Altaisches Institut für Wirtschaftswissenschaften: „Lerne den Altai und seine Bergbaugeschichte kennen!“ – ein Lehrprogramm für Schüler und Lehrer der Mittelschulen in den Jahren 2017 bis 2019
Dr. Aleksey Ageev, Bergbauuniversität St. Petersburg: Das Internetportal „Humboldtiana“
Dr. Maria Mrosko, Projektkoordination „Mineralogischer Lehrkoffer“, Deutsche Mineralogische Gesellschaft: Geowissenschaftliche Bildung für die Jugend – der Mineralogische Lehrkoffer

Erforschung von Sammlungen – neue Ansätze

Dr. Marteen Brokmans, Norwegischer Geologische Dienst: Zerstörungsfreie Methoden für die Untersuchung natürlicher und synthetischer Berylle in Museumssammlungen
Maria Tsinkoburova, Bergbauuniversität St. Petersburg: Vom englischen Devon zum russischen Perm – zum 180-jährigen Jubiläum der Russland-Expedition von Roderick Murchison
Dr. Mariya Chukaeva/Dr. Tatyana Sapelko, Institut der Limnologie RAN: Bergbauuniversität St. Petersburg: Seen als informationsquelle uber den okologischen Zustand einer Region
Dariya Bezgodova, Bergbauuniversität St. Petersburg: Paläontologische Sammlungen im Museum – Was bestimmt ihren Wert? Am Beispiel des Bergbau-Museums in St.-Petersburg
Dr. Ferdinand Damaschun, Museum für Naturkunde, Berlin/ Prof. Gerhard HeideTU Bergakademie Freiberg/Dr. Elena Kotova, Bergbau-Museum an der St.-Petersburger Bergbau-Universität/ Dr. Aleksey Ageev, Bergbau-Universität St.-Petersburg: Expedition „Auf den Spuren Alexander von Humboldts – 2019“

Abendsession 17:00 Uhr.

Jonas Erler/ Marian Röder, “Asymmetry” Universität Jena: Der Film als Mittel zur Wissenschaftspopularisierung für eine junge Zielgruppe

14:00 – 15:00

Mittagspause

ab 15:00

Kulturprogramm in St. Petersburg