11. Deutsch-Russische Rohstoff Konferenz in Potsdam 2018

Die 11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagte vom 6. bis 8. November 2018 unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dietmar Woidke in Potsdam. Die Konferenz, an der zahlreiche hochrangige Gäste aus Russland und Deutschland teilnahmen, bot eine wichtige Plattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte anzustoßen.

Schwerpunktthemen:

  • Rohstoffregionen im Wandel: Folgen rohstoffbedingter Strukturentwicklungsprozesse
  • Russlands Herausforderung Nachhaltigkeit / Umweltschutz: Chance für eine neue Modernisierungspartnerschaft?
  • Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft
  • Hightech-Nutzung von traditionellen Energieressourcen
  • Technologien zur Entwicklung nicht-rentabler Lagerstätten
  • Perspektiven der deutsch-russischen universitären und Forschungszusammenarbeit

11. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz: Entwicklung einer neuen Nachhaltigkeitskooperation angestrebt

Bekenntnis zu intensivem deutsch-russischen Dialog für eine nachhaltige und digitalisierte Rohstoffwirtschaft

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Deutsch-russische Rohstoffbeziehung soll stärker auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, begrüßt Bestrebungen zu neuer Nachhaltigkeitskooperation des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums auf der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Potsdam

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5. – 6. November 2018

Vorkolloquium an der TU Bergakademie Freiberg

Das Programm des Vorkolloquiums finden Sie hier.

Dienstag, 6. November 2018

15:00 – 17:00 Uhr

Stadtführungen in Deutsch/Russisch

Treffpunkt: Dorint Hotel Sanssouci, Jägerallee 20, 14469 Potsdam

18:30 Uhr

Transfer zum Begrüßungsempfang

19:00 – 21:00 Uhr

Begrüßungsempfang auf Einladung des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke

Ort: Staatskanzlei des Landes Brandenburg
(Teilnahme auf persönliche Einladung)

Hinweis: Presseakkreditierungen für den 6. November sind nicht möglich

Mittwoch, 7. November 2018

Ort: Dorint Hotel Sanssouci, Jägerallee 20, 14469 Potsdam

9:00 – 10:15 Uhr

Eröffnung / Grußworte

Moderation

  • Prof. Dr. Horst Teltschik, ehem. Außen- und Sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl

Grußworte

  • Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg
  • Sergey Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in der   Bundesrepublik Deutschland

Impulsvorträge

  • Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., deutscher Schirmherr
  • Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Deutsch- Russischen Forums

10:15 – 10:45 Uhr

Pause

10:45 – 12:30 Uhr

Plenartagung 1: Stand und Perspektiven der deutsch-russischen Rohstoff-Kooperation

Konferenzsaal

Moderation

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., deutscher Schirmherr

Teilnehmer von deutscher Seite

  • Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG
  • Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses, Geschäftsführer der ROGESA Roheisengesellschaft Saar mbH
  • Eckhardt Rümmler, Mitglied des Vorstandes der Uniper SE

Teilnehmer von russischer Seite

  • Anatoli Janowski, stellv. Energieminister der Russischen Föderation
  • Kirill Molodtsov, Assistent des Leiters der Administration des Präsidenten der Russischen Föderation
  • Alexander Medvedev, Stellv. Vorstandsvorsitzender der PAO Gazprom
  • Pavel Sawalnij, Vorsitzender des Energiekomitees der Duma

12:30 – 13:00Uhr

Rede von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Rede von Alexej Gordejew, stellv. Ministerpräsident der Russischen Föderation

13:00 – 14:00

Mittagspause

14:00 – 15:30 Uhr

Parallele Panels

  1. Herausforderung klimafreundliche Transformation der Energiesysteme – Chancen zur Zusammenarbeit.

Die Erreichung der in internationalen Übereinkommen vereinbarten Klima- und Nachhaltigkeitsziele erfordert verstärkte nationale Anstrengungen und internationale Kooperation. Deutschland und Russland stehen diesbezüglich gleichsam vor großen Herausforderungen. Die deutsch-russische Energiepartnerschaft ist seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler der bilateralen Beziehungen. Wie sie sich in einer immer weiter dekarbonisierten Welt entwickeln wird, hängt maßgeblich von der zukünftigen Rolle von (Erd-)Gas im Energiesystem ab. Welche Schlüsseltechnologien müssen für eine klimafreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung langfristig umgesetzt werden? Welche Ansätze verfolgen dabei beide Länder und wie könnte eine deutsch-russische Kooperation die energiepolitischen Ziele beider Länder untersetzen? Welche Rolle können erneuerbare Energien in Russland spielen und wie könnte die Energiepartnerschaft C02-neutraler gestaltet werden? Dies sind die zentralen Fragen der Diskussion.

Moderation

Dr. Kirsten Westphal, Stiftung Wissenschaft und Politik

Teilnehmer von deutscher Seite

  • Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Vorsitzender des Vorstands, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ)
  • Hans-Joachim Polk, Mitglied des Vorstands der VNG AG
  • Chris Döhring, Vorstand Getec green energy AG

Teilnehmer von russischer Seite

  • Boris Porfirev, Russische Akademie der Wissenschaften
  • Sergej Serdjukov, Technischer Direktor Nord Stream 2 AG
  • Oleg Aksyutin, PAO Gazprom
  1. Technologische Zusammenarbeit im Bergbausektor: Herausforderungen und Lösungen

Der deutsche Bergbausektor hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend als Innovator für die Branche etabliert. Viele Anlagen in Deutschland entsprechen einem der höchsten Modernisierungsstandards weltweit und weisen ein hohes Maß an Effizienz und Umweltverträglichkeit auf. Die im Bereich der Anlagen- und Bergbautechnik erfolgten Innovationen sind mit 96% Exportquote zu einem Verkaufsschlager des deutschen Maschinenbaus geworden. Hingegen sieht sich Russland mit einem wachsenden Modernisierungsbedarf im Bergbausektor konfrontiert. Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit rücken vermehrt in den Fokus und erfordern Lösungen.

Das Panel möchte zunächst einen Überblick über den aktuellen Sachstand deutsch-russischer Kooperationen im Bereich des Bergbausektors schaffen. Darauf aufbauend sollen zukünftige Felder der Zusammenarbeit identifiziert und konkrete Möglichkeiten zur Kooperation diskutiert werden.

Moderation

Dr. Klaus Freytag, Lausitzbeauftragter der brandenburgischen Landesregierung

Teilnehmer von deutscher Seite

  • Peter Mühlbach, ABB Automation GmbH
  • Nils Scharfenberg, Takraf GmbH
  • Sven Flasshoff, Geschäftsführer, VDMA-Büro Russland

Teilnehmer von russischer Seite

  • Valerij Krjukov, Direktor des Wirtschaftsinstituts der Russischen Akademie der Wissenschaften
  • Jurij Vnukov, Generaldirektor „Thyssen Schachtbau EuroChem Bohren“
  • Igor Charitonov, AO SUEK-Kusbass

15:30 – 16:00 Uhr

Pause

15:30 – 16:00 Uhr

Postersession der Nachwuchswissenschaftler

15:30 – 16:30 Uhr

Unternehmer-Speed Dating

Nutzen Sie die Kaffeepause für gezieltes Networking! Wir bringen Sie etwas abseits vom Trubel mit anderen Teilnehmern ins Gespräch. An reservierten Tischen treffen Sie Gleichgesinnte und haben einige Minuten Zeit für ein erstes Kennenlernen. In kurzer Zeit können Sie herausfinden, ob es gemeinsame Themen gibt und sich gegebenenfalls für eine Fortsetzung des Gesprächs verabreden.

16:00 – 17:20 Uhr

Plenartagung 2: Rohstoffregionen im Wandel – Herausforderungen und Folgen rohstoffbedingter Strukturentwicklungsprozesse

Der geplante deutsche Ausstieg aus der Kohleverstromung wird tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Folgen für die betroffenen Kohleregionen haben. Brandenburg, vor allem die Lausitz Region, wird davon besonders betroffen sein. Es gilt Strategien zu entwickeln, wie der aus klimapolitischer Sicht notwendige Ausstieg sozialverträglich und unter Erhaltung der Wirtschaftskraft der Region erfolgen kann.
Auch in Russland ist die Abhängigkeit ganzer Regionen von rohstoffbezogenen Wirtschaftszweigen hochaktuell. Dies zeigt sich besonders in der hohen Anzahl sogenannter Monostädte. Auch Russland steht vor der Herausforderung, seine energie- und rohstoffwirtschaftlich geprägte Wirtschaftsstruktur zu diversifizieren – nicht zuletzt aus Gründen des Klimaschutzes. Lokale Gegebenheiten wie weite Entfernungen und klimatische Bedingungen kommen dabei erschwerend hinzu.
Ziel der Plenartagung soll es sein, Erfolgsfaktoren für einen funktionierenden Strukturwandel herauszustellen und deutsch-russische Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren.

Moderation

Stanislaw Tillich, Ministerpräsident a.D., Co-Vorsitzender der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB)“

Teilnehmer von deutscher Seite

  • Oliver Wittke, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie
  • Prof. Dr. Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg
  • Dr. Helmar Rendez, Vorstandsvorsitzender der Lausitz Energie Bergbau AG und der Lausitz Energie Kraftwerke AG

Teilnehmer von russischer Seite

  • Natalia Komarowa, Gouverneurin des autonomen Kreises der Chanten und Mansen (Jugra)
  • Viktor Ivanter, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für volkswirtschaftliche Prognosen der Akademie der Wissenschaften
  • Sergej Borisov, Aufsichtsratsvorsitzender von „Opora Rossii“

17:20 – 17:30 Uhr

Verleihung des Preises der Saarländischen Stahlindustrie

Moderation

Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses, Geschäftsführer der Rogesa Roheisengesellschaft Saar

17:30 – 19:00 Uhr

Deutsch-Russische Partnerschaft: Quo Vadis? – Diskussion und Fazit

Moderation

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D., deutscher Schirmherr

Teilnehmer von deutscher Seite

  • Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
  • Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
  • Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen
  • Ronald Pofalla, Kovorsitzender des Petersburger Dialogs von deutscher Seite

Teilnehmer russische Seite

  • Michail Schwydkoj, Beauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für die internationale Kulturzusammenarbeit
  • Wasilij Osmakow, stellv. Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation
  • Kyrill Molodtsov, stellv. Leiter der Administration des Präsidenten der Russischen Föderation

19:00 – 21:00 Uhr

Empfang

Konferenzsaal

Donnerstag, 8. November 2018

9:00 – 11:00 Uhr

Deutsch-Russisches Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium

 

Moderation

Prof. Dr.-Ing. Helmut Mischo, TU Bergakademie Freiberg

Impulsvorträge

  • Dr. Franz Berge, Freiberg University of Mining and Technology
    Perspectives of cooperations on raw materials for future technologies
  • Wladislav Ogai, Tyumen State Oil and Gas University
    Development of a plant for separation reservoir and condensation water from gas wells
  • Violetta Storoschewich, RWTH Aachen
    Automation solutions for Mining equipment using infrared imaging thermography
  • Pavel Verbilo, Saint Petersburg Mining University
    Scale effect of the jointed rock mass mechanical characteristics
  • Kirstin Kleeberg, Freiberg University of Mining and Technology
    Knowledge about Mining in the Society on Example of Teaching Plans in Secondary and High School
  • Sergei Solovev, Saint Petersburg Mining University
    Estimation method of medium voltage three-phase AC to DC power transmission transfer
  • Alexander Kriebitz, Technische Technical University of Munich (TUM)
    Ethical Limits of Foreign Investment
  • Ivan Sverchov, Saint Petersburg Mining University
    Reduction of pollutant emissions during thermal utilization of coal enrichment wastes

9:00 – 11:00 Uhr

Parallele Rund-Tisch Diskussionen

  1. Nachhaltiger Bergbau und beste verfügbare Techniken (BVT): Möglichkeiten der deutsch-russischen Kooperation

Ab dem 01.01.2019 müssen 27 Bergbaubetriebe in Russland eine integrierte Umweltgenehmigung auf Basis der „besten verfügbaren Techniken“ (BVT) beantragen. Die neue Verordnung verlangt von den Unternehmen die Einhaltung von Umweltschutzstandards gemäß den russischen BVT-Referenzdokumenten. Der runde Tisch beleuchtet zunächst die vorherrschenden Bereiche, in denen russische Bergbauunternehmen nachrüsten müssen – darunter die Rekultivierung (Sanierung) von Bergwerken, Steinbrüchen, das Management von Abraum und Halden, der stabile Bergbau, Probleme bei der Organisation der automatisierten Emissionskontrolle und integrierte Umweltdatenbanken.

Als eines der Schlüsselthemen für russische Bergbauunternehmen sowie für das Land Brandenburg wird die Rekultivierung im Rahmen des Runden Tisches ausführlich diskutiert. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Planung sowie der wirtschaftlichen Durchführung der Rekultivierung.

Moderation

Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, TU Bergakademie Freiberg
Yuri Maksimenko, Russian Union of Industrialists and Entrepreneurs (RSPP)

Impulsvorträge

  • Yuri Maksimenko, Russian Union of Industrialists and Entrepreneurs (RSPP),
    Deutsch- Russische Zusammenarbeit beim Klimaschutz und der Transition der russischen Wirtschaft hin zum Prinzip der besten verfügbaren Technologie
  • Maksim Polishchuk, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
    Umrüstung zu BVT – neue Möglichkeiten der Kooperation im Bergbausektor: Ergebnisse aktueller BVT- Audits von Bergbauunternehmen
  • Dr. Martin Wedig, Vereinigung Rohstoffe und Bergbau e.V. (VRB)
    Best practise- Beipiele der Nachrüstung mit BVT im Bergbausektor. Möglichkeiten der Deutsch- Russischen Zusammenarbeit
  • Viktor Togobezkij, Vize-Präsident der NLMK Gruppe
    Die Stoilensky Mine und die Verdichtungsanlage: Erfahrungen in der BVT- Anwendung
  • Natalia Gontschar, Russian Copper Company, Vizepräsidentin für Ökologie und Industriesicherheit (tbc)

in Kooperation mit

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  1. Digitalisierung in der Rohstoffwirtschaft

Wie viele Branchen befindet sich auch der Bergbausektor durch die fortschreitende Digitalisierung im Wandel. Die sich durch IT ergebenden Möglichkeiten haben den Begriff Mining 4.0 geprägt. Daraus resultierende Innovationen ermöglichen schon heute eine steigende Effizienz in den Produktionsprozessen. Mithilfe von Digitalisierung scheinen zudem weltweit geforderte, intelligente Lösungen zur Einsparungen von Produktionskosten und zur Optimierung des Einsatzes von Betriebsmitteln in Zukunft realisierbar.

Der Rund-Tisch vereint erfahrene Experten aus Wissenschaft und Praxis mit dem Ziel das Potential der Digitalisierung für den Bergbausektor zu eruieren. Dafür soll zunächst der Status Quo der aktuellen Entwicklungen beleuchtet werden. Im Weiteren soll sowohl der praktische Umgang mit den neuesten Technologien dargestellt als auch über mögliche bilaterale Allianzen nachgedacht werden.

Moderation

Peter von Hartlieb, Bereichsleiter Bergbauwirtschaft, Energieagentur NRW
Prof. Dr. Marian Paschke, Lehrstuhl für Zivilrecht, Handels-, See- und Wirtschaftsrecht der Universität Hamburg
Prof. Dr. Igor Sergeev, Prorektor für wissenschaftliche Arbeit, St. Petersburger Bergbauuniversität

Impulsvorträge

  • Prof. Dr. Dietrich Möller, Vice-Präsident Siemens Russland, Senior Vice-Präsident Siemens AG
  • Dr. Thomas Bartnitzki, stellv. Leiter des Institute for Advanced Mining Technologies, RWTH Aachen
  • Uwe Köhler, Leiter der Abteilung Anlagentechnik im Bereich Bergbauplanung, Lausitz Energie Bergbau AG
  • Igor Charitonov, stellv. Technischer Direktor, AO SUEK-Kusbass
  • Aleksej Klebanov, Direktor Konzernentwicklung, AO Vist Group

in Kooperation mit

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  1. Perspektiven der Kooperation bei Rohstoffen für Zukunftstechnologien

Für die deutsche Wirtschaft ist die sichere Versorgung mit Rohstoffen unabdingbar. In den letzten Jahren zeichnet sich zunehmend ab, dass sich die Rohstoffnachfrage im Zuge der Etablierung von Zukunftstechnologien deutlich verändern wird. Seltene Erden, Tantal und Kobalt sind nur einige der Werkstoffe mit kritischer Versorgungssicherheit, welche unverzichtbare Bestandteile von Megatrends wie Energiewende, E-Mobilität und Digitalisierung sind. Beim Runden Tisch „Perspektiven der Kooperation bei Rohstoffen für Zukunftstechnologien“ werden Experten der deutschen und russischen Rohstoffwirtschaft die Versorgungslage sowie die zukünftige Nachfrage dieser Hightech- Rohstoffe analysieren, Kooperationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und Russland ausloten und anschließend die Ergebnisse mit den Teilnehmern diskutieren.

Moderation

Dr. Peter Buchholz, Leiter des Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Impulsvortäge

  • Dr. Thomas Gäckle, MinDirig im Bundesministerium für Wirtschat und Energie
  • Marc Thompson, Geschäftsführer der GMH Stachow-Metall GmbH
  • Boris Levin, PAO Phosagro
    Gewinnung Seltener Erden aus Phosphatlagerstätten
  • Dr. Wolfram Palitzsch, Chemisch-Technischer Leiter / Prokurist, Loser Chemie GmbH
    Moderne Kreislaufwirtschaft – Notwendigkeit und Potentiale
  • Prof. Jury Vojtekhovski, Sankt Petersburger Bergbauuniversität
  1. Alternative Technologien zur Entwicklung nicht-rentabler Lagerstätten

Der technologische Fortschritt ermöglicht zunehmend interessante Erweiterungen der Wertschöpfung in der Rohstoffgewinnung. Visionär erscheinende Konzepte werden auch in wirtschaftlich relevantem Maßstäben realisierbar. Die Gewinnung von Koppelprodukten führt aus sich heraus zu energieeffizienteren Prozessen und zur Reduzierung klimaschädlicher Gase. Durch die Entwicklung von gleichzeitig umweltverträglichen und mobilen Technologien werden auch kleinräumige bzw. unkonventionelle nicht-rentable Lagerstätten ökonomisch nutzbar. Der Rundtisch lädt zu einem interdisziplinären Austausch über technologische Konzepte, wissenschaftliche Ansätze und wirtschaftliche Umsetzungsmöglichkeiten ein und richtet sich an einen breiten Teilnehmerkreis.

Moderation

Prof. Dr. Gerhard Heide, TU Bergbauakademie Freiberg
Dr. Irina Talovina, St. Petersburger Bergbauuniversität

Impulsvorträge

  • Dipl.-Ing. Bruno Grafe, TU Bergakademie Freiberg
    Selektive Gewinnung – Wirtschaftlichkeitsanalysen schneidender Gewinnung in Hartgesteinen
  • Dr. Max Hesse, TU Bergakademie Freiberg
    Selektive Zerkleinerung
  • Dr.- Ing. Metodi Zlatev, Geschäftsführer Haver Engineering GmbH (HEM)
    Sieben, Waschen, Pelletieren – Grundlagenforschung – industrielle Umsetzung
  • Dr. Felix Heinicke, Aufbereitungstechnik GmbH & Co.KG (KAT)
    Trockene Erzaufbereitung mit HPGR und Sichter
  • Prof. Dr. Tatiana Alexandrova, St. Petersburger Bergbauuniversität
    Zum Problem der Verarbeitung von feuerfesten Golderzen
  • Dr. Dieter Rammlmair, BGR Hannover
    Secondary Mining – Erfahrungen mit chilenischen Tailings
  • Prof. Michael Schlömann, TU Bergakademie Freiberg
    Biohydrometallurgie

in Kooperation mit

11:00 – 11:30 Uhr

Kaffeepause

11:30 – 18:00 / 20:00 Uhr 

Parallele Exkursionen / Firmenbesichtigungen

  1. Exkursion zur Lausitz Energie Bergbau AG

11:30 – 18:00 Uhr

Als größtes ostdeutsches Energieunternehmen ist die LEAG ein wichtiger Akteur in der nachhaltigen Braunkohlegewinnung und der Stromerzeugung. In dieser Exkursion wird der Tagebau Welzow-Süd der Lausitzer Energie Bergbau AG besucht. Mit dem aktiven Tagebau Welzow-Süd versorgt das Unternehmen Kraftwerke im Lausitzer Revier mit Rohbraunkohle zur Erzeugung von Strom, Wärme und Prozessdampf. Daneben soll die Exkursion insbesondere die im Tagebau vorgenommenen umfangreichen Rekultivierungsmaßnahmen veranschaulichen, die bereits parallel zur Braunkohlegewinnung begonnen wird.

Sicherheitshinweise

Um die Sicherheit der Exkursionsteilnehmer zu gewährleisten, sind folgende Hinweise zu beachten:

  • Tragen Sie unbedingt der Witterung angepasste Kleidung. Beachten Sie, dass es zur Verschmutzung der Kleidung beim Betreten der Anlagen kommen kann.
  • Tragen Sie feste, flache (Absatzhöhe max. 3 cm) und geschlossene Schuhe. So beugen Sie Fußverletzungen vor. Der Zutritt zu unseren Betriebsstätten mit Sandalen, Stoffturnschuhen oder Absatzschuhen ist nicht erlaubt.
  • Das Betreten des Betriebsgeländes ist unter Einfluss von Alkohol und anderen
  • Rauschmittel verboten. Ebenso ist das Mitführen dieser verboten.
  • Bei Fahrten mit unseren Fahrzeugen zu den Betriebsstätten kann es auf Grund der unebenen Wege zu starken Erschütterungen und Rüttelbewegungen kommen, die z.B. eine Gefahr für ungeborenes Leben sein können. Darum stellt ein Besuch im Tagebau ein Risiko für Schwangere dar. Aus diesem Grund ist die Teilnahme von werdenden Müttern an Befahrungen im Tagebau Welzow-Süd nicht gestattet.
  • Das Tragen von Kontaktlinsen stellt während des Besuches ein Risiko dar, da durch stetigen Wind mehr oder weniger Staub in der Luft sein kann.
  • Personen, die Probleme mit dem Herzen, der Atmung, dem Kreislauf oder der Wirbelsäule haben, wird von einer Befahrung in den Tagebau strikt abgeraten.
  • Für Personen, die Schwierigkeiten beim Gehen und Steigen haben, ist diese Tour ebenfalls nicht geeignet.
  • Teilnehmer die unter permanenter Reiseübelkeit leiden, sollen im Vorfeld die entsprechenden Vorbereitungen treffen.
  • Für Teilnehmer mit Höhenangst, gilt es zu beachten, dass im Tagebau Höhenunterschiede von mehr als 100 Metern überwunden werden.

Hinweise für Besucher

  • Befolgen Sie stets die Weisungen und Hinweise des Besucherbetreuers. Entfernen Sie sich nicht eigenständig von der Gruppe.
  • In Betriebsstätten, in denen das Tragen eines Schutzhelmes vorgeschrieben ist, wird Ihnen ein Schutzhelm zur Verfügung gestellt. Diesen tragen Sie bitte während Ihres Aufenthaltes.
  • Beachten Sie die Zutrittsbeschränkungen, z.B. in den Arbeitsbereichen der Tagebaugeräte, an Gleisanlagen und in der Nähe von Bandanlagen. Begeben Sie sich nicht in Böschungsbereiche.
  • Tagebaugeräte und Anlagen als Besucher zu begehen oder zu unterqueren ist untersagt.
  • Berühren Sie keine elektrischen Kabel und Leitungen. Es ist davon auszugehen, dass diese unter Spannung stehen.
  • Betätigen Sie keine Schalter, Taster oder andere Stelleinrichtungen.
  • In den Betriebsbereichen ist das geltende Rauchverbot einzuhalten.
  • Das eigenmächtige Entfernen von der Besuchergruppe ist nicht gestattet.
  • Das Betriebsgelände ist nur an den dafür vorgesehenen Zugangs- bzw. Zufahrtsmöglichkeiten zu betreten oder zu verlassen. An den Ein-/Ausfahrten befinden sich Kameras. Auf der Grundlage des Art. 13 DSGVO sowie § 4 BDSG werden Sie hiermit über die Videoüberwachung informiert. Zweck der Überwachung ist die Aufzeichnung von Zutrittsberechtigungen. Dabei werden jedoch keine Personenbezogenen Daten über einzelne Personen, sondern lediglich Daten über die passierenden Fahrzeuge ermittelt.
  • Kommt es zu einem Havariefall in der Anlage, ertönt ein akustisches Signal. In diesem Fall bewahren Sie Ruhe und folgen uneingeschränkt den Anweisungen des Besucherbetreuers.

Ablaufplan

11:30 Abfahrt von Potsdam

13:45 Ankunft am „Welzower Fenster“ und Umstieg in die tagebaugängigen Spezialfahrzeuge

14:00 Beginn der Befahrung

14:10 Besichtigen der Hauptarbeitsebene der Förderbrücke F60 mit Blick in die Grube

14:30 Besichtigung der Förderbrücke F60 aus der Nähe

14:50 Halt in der Tagebaugrube

15:20 Besichtigung der Rekultivierungsfläche Weinberg „Wolkenberg“

15:45 Besichtigung des Fledermausstollen

16:00 Rückfahrt nach Potsdam

18:00 Ankunft in Potsdam

(Der Veranstalter behält sich kurzfristige Änderungen am Befahrungsplan vor.)

Tagebau Welzow-Süd, Schaufelradbagger © LEAG GmbH
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  1. Exkursion zum GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ)

11:30 – 18:00 Uhr

Das Deutsche GeoForschungsZentrum ist eine nationale Forschungseinrichtung für Geowissenschaften in Potsdam. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums sind globale Prozesse im Erdsystem, Plattenrandsysteme, Erdoberfläche und Klima, Naturgefahren sowie Georessourcen und Geoenergie. Auf dieser Exkursion lädt das GFZ zu einer Besichtigungstour des Wissenschaftsstandorts Telegrafenberg mit Führungen durch den Einsteinturm und in den Refraktor ein und öffnet die Türen seiner Labore.

Ablaufplan

11:30 Abfahrt

12:00 Begrüßung und Vorstellung des GFZ durch Prof. Dr. Reinhard Hüttl und Dr. Ludwig Stroink

12:30 Lunch

13:30 Rundgang über den Telegrafenberg mit Besichtigung des Großen Refraktors, des Einsteinturms und des Helmert-Gebäudes

15:00 Präsentationen neuer Forschungsergebnisse der Rohstoff-Forschung:

  • Christian Mielke, Raumgestützte Verfahren in der Rohstoff-Exploration
  • Prof. Dr. Sarah Gleeson, Metallische Rohstoff-Lagerstätten in Raum und Zeit
  • Prof. Dr. Judith Schicks, Förderung und Nutzung von Gashydrate

16:30 Besichtigung der Labore und wissenschaftlichen Einrichtungen:

  • Large Reservoir Simulator
  • Großgeometrisches Sekundärionen Massenspektrometer (SIMS)
  • Demonstration der spektralen Modellierung

17:30 Abfahrt vom GFZ

18:00 Ankunft in Potsdam

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  1. Exkursion zum Kaliwerk Zielitz der K+S KALI GmbH

11:30 – 20:00 Uhr

Mit bundesweit insgesamt sechs Bergwerken spielt die K+S Kali GmbH eine wichtige Rolle in der Förderung und Verarbeitung von Kalium- und Magnesiumrohsalzen in Deutschland. Der Besuch des Kaliwerks Zielitz der K+S Kali GmbH in Sachsen-Anhalt bietet Einblicke in die Kaliproduktion in einer der größten und modernsten Kaliwerke weltweit. Das Werk Zielitz gewinnt kaliumhaltige Rohsalze zur Herstellung von Düngemitteln, Produkten für industrielle Anwendungen und Produkten für die Futter- und Lebensmittelindustrie.

Begebenheiten unter Tage

Zur Gewährleistung Ihrer Sicherheit gehört, dass Sie sich einer Grubenfahrt gesundheitlich gewachsen fühlen. Die Fahrt unter Tage stellt eine nicht zu unterschätzende physische und psychische Belastung dar, unter anderem durch hohe Temperaturen, Dunkelheit, ungewohnte Geräusche sowie Lärm, teilweise räumliche Enge und vermehrte Staubentwicklung bei betrieblichen Arbeiten. Besucherinnen und Besucher sollten dafür über die entsprechende körperliche Belastbarkeit und Beweglichkeit verfügen. Während der Befahrung sind einige Strecken zu Fuß zurückzulegen. Dabei ist ein sog. Sauerstoffselstretter mitzuführen, der ca. 5 kg wiegt.

Hinweise zu Erkrankungen

Auf keinen Fall dürfen Personen an der Befahrung teilnehmen, die an folgenden Erkrankungen leiden:

  • Versehrtheit oder Behinderung bzw. Beeinträchtigung des Bewegungsapparates
  • Krankhafte Furcht vor bzw. in geschlossenen Räumen (Klaustrophobie)
  • Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Bronchialasthma bzw. schwere Atemwegserkrankungen
  • Herzerkrankungen (insbesondere Angina pectoris)
  • Folgen eines Herzinfarkts oder Herzrhythmusstörungen
  • Folgen eines Hirnschlags (Apoplex)
  • Erheblicher Bluthochdruck oder ausgeprägte Zuckerkrankheit

Allgemeine Hinweise

Schwangeren ist eine Untertagefahrt aufgrund hoher körperlicher Belastungen vorsorglich nicht erlaubt.

Die Altersgrenze für Besucher einer Grubenbefahrung beträgt in Zielitz zwischen 16 und 70 Jahren.

Kontaktlinsen sollten wegen möglicher Staubbelastung sowie fehlender Reinigungsmöglichkeiten unter Tage nicht getragen werden.

Sämtliche Wäsche, Unterwäsche, Socken, Handtücher und Schuhe stellen wir Ihnen zur Verfügung. Sie erhalten vor der Grubeneinfahrt eine entsprechende Einkleidung.

Folgende Ausrüstungsgegenstände sind während der Grubenbefahrung zu tragen und mitzuführen: Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Arbeitsschutzbrille, Grubenlampe und Sauerstoffselbstretter. In den Gebrauch des Sauerstoffselbstretters werden Sie vor der Befahrung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingewiesen.

Ablaufplan

11:30 Abfahrt von Potsdam

13:30 Ankunft in Zielitz: Einführungsvortrag und Vorbereitungen für die Einfahrt

15:00 Einfahrt in den Untertagebau

17:00 Ausfahrt

18:00 Rückkehr nach Potsdam

20:00 Ankunft in Potsdam

Die Teilnehmer der Exkursion. Foto: Detlef Eicke
K+S

Mit freundlicher Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt

Peter Altmaier
Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Prof. Dr. Klaus Töpfer
Bundesminister a.D.
Deutscher Schirmherr

Dr. Dietmar Woidke
Ministerpräsident des Landes Brandenburg
Schirmherr der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz
Bildquelle: Die Hoffotografen GmbH

Alexej Gordejew
Stellvertretender Ministerpräsident der Russischen Föderation

Michael Kretschmer
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

Dr. Reiner Haseloff
Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Bodo Ramelow
Ministerpräsident des Freistaats Thüringen
Bildquelle: Thüringer Staatskanzlei

Oliver Wittke
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister
für Wirtschaft und Energie

Anatoli Janowksi
Stellvertretender Minister für Energie der Russischen Föderation

Alexander Medvedev
Stellv. Vorstandsvorsitzender der PAO Gazprom

Viktor Subkov
Vorsitzender des Petersburger Dialogs von russischer Seite

Pavel Sawalnij
Vorsitzender des Energiekomitees der Duma

Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht
Rektor der TU Bergakademie Freiberg

Hans-Joachim Welsch
Vorsitzender des BDI-Rohstoffausschusses
Geschäftsführer der Rogesa Roheisengesellschaft Saar

Ulf Heitmüller
Vorstandsvorsitzender der VNG AG

Dr. Klaus Freytag
Lausitzbeauftragter der brandenburgischen Landesregierung
Bildquelle: WFBB-Archiv

Prof. Dr. Reinhard Hüttl
Vorstandsvorsitzender von Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ)

Natalia Komarowa
Gouverneurin des autonomen Kreises der Chanten und Mansen (Jugra)

Sergey Netschajew
Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland

Matthias Platzeck
Ministerpräsident a.D.
Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums
Bildquelle: © Deutsch-Russisches Forum e.V. / Sascha Radke

Ronald Pofalla
Vorsitzender des Petersburger Dialogs von deutscher Seite

Dr. Helmar Rendez
Vorstandsvorsitzender der Lausitz Energie Bergbau AG

Stanislaw Tillich
Ministerpräsident a.D.
Co-Vorsitzender der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (WSB)“

Inhalt

Das Vorkolloqium richtet sich an Ingenieure, Entwickler, Wissenschaftler und Doktoranden aus Deutschland und Russland. Mit praktischen Übungen, Demonstrationen und Diskussionen zur Technologie der Gutbettwalzenmühle wird die ressourcenschonende Zerkleinerung von Rohstoffen anschaulich dargestellt und ein beruflicher Wissens- und Erfahrungstausch zwischen den Teilnehmenden forciert.

Die Gutbettwalzenmühle (GBWM) hat sich zu einer wichtigen Zerkleinerungstechnologie in der mineralverarbeitenden Industrie entwickelt. Im Vergleich zu anderen Technologien verbraucht das GBWM-Verfahren deutlich weniger Energie, was wiederum zu einer Senkung der Betriebskosten bei gleichzeitig positivem Umwelteffekt führt. Die Forschung zur Gutbettzerkleinung ist ein wesentliches Element der Prozessgestaltung in der Zement- und Erzbergbauindustrie. An der Bergakademie Freiberg sind derzeit mehrere Technikumsanlagen installiert.

Die Arbeitsgruppe „Alternative Technologien zur Entwicklung nicht-rentabler Lagerstätten“ von Prof. Gerhard Heide (TU Bergakademie Freiberg) und Prof. Irina Talovina (St.Petersburger Bergbau-Universität) befasst sich mit der Entwicklung innovativer Technologien, welche die Verarbeitung von niedrigwertigen Erzen sowie Bunt- und Edelmetallabfällen verbinden, sowie mit innovativen Materialien und Technologien zur Förderung von fossilen Rohstoffen. Ebenfalls werden nicht traditionelle Quellen von Hightech-Metallen sowie deren Verarbeitung diskutiert, wie z.B. die Gewinnung von Rohstoffen aus Halden.

Der technologische Fortschritt ermöglicht zunehmend interessante Erweiterungen der Wertschöpfung in der Rohstoffgewinnung. Visionär erscheinende Konzepte werden auch in wirtschaftlich relevantem Maßstäben realisierbar. Die Gewinnung von Koppelprodukten führt aus sich heraus zu energieeffizienteren Prozessen und zur Reduzierung klimaschädlicher Gase. Durch die Entwicklung von gleichzeitig umweltverträglichen und mobilen Technologien werden auch kleinräumige bzw. unkonventionelle nicht-rentable Lagerstätten ökonomisch nutzbar.

Termine

Montag, 5. November 2018

14:00 – 18:00 Uhr

Vorkolloquium „Ressourceneffiziente Zerkleinerung von Rohstoffen I“

Ort: Technische Universität Bergakademie Freiberg, Institut für Aufbereitungsmaschinen

  • Vorlesung

    Physikalische Grundlagen der Gutbettzerkleinerung

  • Vorlesung

    Dimensionierung von GBWM 

  • Vortrag

    Konstruktiver Aufbau von GBWM 

  • Vortrag

    Einsatzmöglichkeiten von GBWM 

  • Vortrag

    Betriebsergebnisse von Aufbereitungsanlagen mit GBWM 

Dienstag, 6. November 2018

9:00 – 13:00 Uhr

Vorkolloquium „Ressourceneffiziente Zerkleinerung von Rohstoffen II“

Ort: Technische Universität Bergakademie Freiberg, Institut für Aufbereitungsmaschinen

  • Praktikum

    Versuche mit Rohstoffen in einer Anlage mit GBWM

  • Praktikum

    Auswertung der Versuche

  • Diskussion

    Einsatzpotential von GBWM in Aufbereitungsanlagen

Die Teilnehmer des Vorkolloquiums in Freiberg. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Kontakt
Udo Müller
Technische Universität Freiberg
udo.mueller@mineral.tu-freiberg.de
+49 (0)162 267 27 93

Nachwuchswissenschaftler-Kolloquium im Rahmen der 11. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz

Die Rohstoff-Konferenz hat sich als Plattform etabliert, bei der Nachwuchswissenschaftler beider Länder Ihre innovativen Ideen vorstellen, ihre fachlichen Kenntnisse im Bereich der Rohstoffwirtschaft erweitern und miteinander diskutieren können. Zu der 11. Rohstoff-Konferenz bestand die Möglichkeit, sich um kostenfreie Konferenzteilnahme zu bewerben und ggf. auch eine eigene Forschungsarbeit im Rahmen der Konferenz vorzustellen.

Während des Hauptkonferenztages konnten die Nachwuchswissenschaftler innerhalb einer Postersession ihre Forschungsthemen vorstellen und mit den Teilnehmern der Konferenz diskutieren. Dieser Dialog wurde am 08. November im Rahmen des Nachwuchswissenschaftler-Kolloquiums fortgeführt. Es wurden Impulsvorträge zu den folgenden Themen gehalten:

  • Dr. Franz Berge, Freiberg University of Mining and Technology
    Perspectives of cooperations on raw materials for future technologies
  • Wladislav Ogai, Tyumen State Oil and Gas University
    Development of a plant for separation reservoir and condensation water from gas wells
  • Violetta Storoschewich, RWTH Aachen
    Automation solutions for Mining equipment using infrared imaging thermography
  • Pavel Verbilo, Saint Petersburg Mining University
    Scale effect of the jointed rock mass mechanical characteristics
  • Kirstin Kleeberg, Freiberg University of Mining and Technology
    Knowledge about Mining in the Society on Example of Teaching Plans in Secondary and High School
  • Sergei Solovev, Saint Petersburg Mining University
    Estimation method of medium voltage three-phase AC to DC power transmission transfer
  • Alexander Kriebitz, Technische Technical University of Munich (TUM)
    Ethical Limits of Foreign Investment
  • Ivan Sverchov, Saint Petersburg Mining University
    Reduction of pollutant emissions during thermal utilization of coal enrichment wastes

Im Anschluss daran wurde von Prof. Dr. Mischo (TU Bergakademie Freiberg)  eine angeregte Diskussionsrunde moderiert. Hier wurden aktuelle Fragestellungen im Bereich der Wissenschaft und Deutsch-Russischen Zusammenarbeit erörtert.

Initiatoren:

Unter der Schirmherrschaft des Landes Brandenburg sowie mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Mit der freundlichen Unterstützung von:

Konferenzpartner: