08. Dezember 2021
2. Deutsch-Russische Wasserstoff-Tagung

Statement des Schirmherren des DRRF

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesminister a.D.

Die aktuelle Situation in der Ukraine macht uns tief betroffen. Dieser Angriffskrieg Putins ist menschenverachtend und zerstört die zwingend notwendige Zusammenarbeit gegen die globalen Herausforderungen denen sich die Menschheit gegenüber sieht.  Unser Mitgefühl und Mitleid gilt den Menschen in der Ukraine, die sich mit aller Kraft gegen diesen Angreifer und die Zerstörung zur Wehr setzen. Seit Jahren hat das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum die wissenschaftliche Zusammenarbeit beider Länder entwickelt und vorangetrieben – im Klimaschutz und damit der Dekarbonisierung; für eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft und eine klimagerechte Kreislaufwirtschaft. Ein besonderer Schwerpunt dieser wissenschaftlichen Zusammenarbeit galt der Bedrohung, die mit dem Auftauen der Permafrostböden verbunden ist.

Diese fruchtbare Zusammenarbeit kann nicht fortgeführt werden, solange dieser Krieg nicht beendet wird. Das DRRF hat daher beschlossen, diese Zusammenarbeit einzufrieren.

Das DRRF dankt ausdrücklich den Kolleginnen und Kollegen in der russischen Wissenschaft, die sich mutig und klar in aller Öffentlichkeit gegen den Krieg positioniert haben. Es ist alles zu tun, damit diese Persönlichkeiten wissen, wie wir ihre wissenschaftliche Arbeit schätzen und ihren persönlichen Einsatz bewundern. Ihre Stimmen werden jetzt und in Zukunft gehört. Unsere wissenschaftliche Zusammenarbeit war wichtig und wird es weiter bleiben. Für diese Zusammenarbeit mit einem friedlichen Russland werden wir weiter arbeiten. Wir fordern den russischen Präsidenten mit allem Nachdruck auf, die Kriegshandlungen sofort einzustellen und den Pfad zur Deeskalation einzuschlagen.

Prof. Dr. Klaus Töpfer