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Rohstoff-Konferenz 2015 in Sankt Petersburg

Vertrauen und Zuverlässigkeit: Die deutsch-russische Rohstoffpartnerschaft.

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Eröffnungsplenum der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz mit rund 1000 Teilnehmern

Die 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz tagte vom 5. bis 7. Oktober 2015 in Sankt Petersburg. Unter dem Titel „Vertrauen und Zuverlässigkeit“ setzte das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum (DRRF) ein Zeichen für die wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit in einer politisch schwierigen Situation.

Zwei Tage lang diskutierten deutsche und russische Experten der Energie- und Rohstoffwirtschaft über die aktuellen Entwicklungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten beider Länder, über einen verantwortungsbewusster Ressourceneinsatz, neue Technologien der Rohstoffverarbeitung sowie die deutsch-russische universitäre Zusammenarbeit. Insgesamt nahmen etwa 1000 Delegierte beide Länder an der Konferenz teil. Die deutsche Delegation bestand aus mehr als 250 Teilnehmern, darunter rund 100 Studenten und junge Wissenschaftler aus ganz Deutschland.

Eröffnet wurde die Konferenz vom Gouverneur von Sankt Petersburg Georgi Poltavtschenko und der deutschen Generalkonsulin Dr. Heike Peitsch. In ihren Impulsreferaten betonten die beiden Schirmherren des DRRF, Prof. Wladimir Litwinenko und Prof. Dr. Klaus Töpfer, anschließend den Wunsch beider Seiten, die jahrelangen vertrauensvollen Beziehungen beider Länder im Rohstoffbereich fortzuführen und zu intensivieren. Hierbei stellten sie vor allem die Wichtigkeit der Anwesenheit so vieler junger Menschen in den Vordergrund.

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Teilnehmer der Eröffnungsdiskussion (v.l.).: A.Yanovski, D. Haller, F. Pschierer, K. Töpfer, H. Peitsch, W. Litwinenko, E. Stoiber, E. Cordes Vizepremierminister Arkadi Dworkowitsch gibt Interviews auf der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz

Der stellvertretende Ministerpräsident der russischen Föderation Arkadi Dworkowitsch begrüßte es, dass sich so viele „Freunde aus Deutschland“ in Sankt Petersburg eingefunden hatten. Dies würde zeigen, dass eine schwierige politische Situation nicht den Wunsch nach wirtschaftlicher Zusammenarbeit beider Seiten behindern könne. Für die deutsche Bundesregierung sprach der Leiter der Abteilung Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung im Auswärtigen Amt Dieter Haller, der vor allem die wichtige Bedeutung von Dialogplattformen wie dem DRRF zur Aufrechterhaltung des Gesprächsfadens betonte. Dr. Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, unterstrich die Bedeutung der Russischen Föderation für die deutsche Wirtschaft und betonte, dass die Wirtschaftssanktionen beiden Seiten schaden würden.

Im Verlaufe der hochrangigen Podiumsdiskussion zum Thema „Bestandsaufnahme der deutsch-russischen Rohstoffpartnerschaft“ lud die Gouverneurin der rohstoffreichen Region Chanty-Mansijsk, Natalia Komarowa die Vertreter der deutschen Wirtschaft zu Investitionen in ihrem Gebiet ein. Der bayerische Staatsekretär im Wirtschaftsministerium Franz Josef Pschierer betonte seinerseits die Bedeutung der russischen Föderation für die bayerische Wirtschaft. Auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber betonte die wichtige Bedeutung einer stabilen Rohstoffpartnerschaft gerade in Zeiten internationaler Konflikte.

In parallelen Panels tauschten sich zahlreiche Experten zu Fragen der Bildungszusammenarbeit und neuen Aufbereitungs- und Verarbeitungsmethoden aus. In einer weiteren Plenarsitzung diskutieren beide Seiten über Energiesysteme und Rohstoffmärkte in beiden Ländern. Unter den Referenten waren der stellv. Energieminister der Russischen Föderation Anatoli Yanowski, der Sächsische Staatsminister der Finanzen Prof. Dr. Georg Unland, der Vorstandsvorsitzende der VNG – Verbundnetz Gas AG Dr. Karsten Heuchert und der Vorsitzende des BDI-Rohstoffausschusses Hans-Joachim Welsch.

Gründung eines „Kompetenzzentrums für Bergbau und Rohstoffe“

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Im Rahmen der Konferenz wurde die Gründung eines deutsch-russischen Kompetenzzentrums für Bergbau und Rohstoffe durch die Gorny Universität, das Chemie Cluster Bayern und das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum vereinbart. Die entsprechenden Verträge für die Gründung des Zentrums wurden von Prof. Dr. Wolfgang Herrmann, Präsident der Technischen Universität München und Sprecher des „Chemie-Cluster Bayern“, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Nationalen Universität für mineralische Ressourcen „Gorny“ - St. Petersburg, und Prof. Dr. Klaus Töpfer, deutscher Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums und ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen, unterzeichnet.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, die Öl- und Gasförderung und den Abbau von Rohstoffen und Mineralien in Russland mit ingenieurtechnischem Know-how aus Deutschland zu verbessern und die Ansiedlung von Produktionsclustern zu forcieren. Durch Marktstudien und Technologietransfers wird das Kompetenzzentrum gemeinsame deutsch-russischen Projekte zur Rohstoffförderung unterstützen.

Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zu den deutsch-russischen Beziehungen


Auf der Konferenz wurden die Ergebnisse einer Umfrage zu den deutsch-russischen Beziehungen präsentiert, die die „Forschungsgruppe Wahlen“ im Vorfeld der 8. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz im Auftrag des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums unter deutschen Meinungsbildner aus Politik, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft durchführte. Die detaillierten Ergebnisse finden sie hier.

Verleihung des Preises der Saarländischen Stahlindustrie

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Hans-Jochim Welsch übergibt den „Preis der Saarländischen Stahlindustrie“

Im Rahmen der Konferenz verlieh der Geschäftsführer der Rogesa Roheisengesellschaft Saar mbH Hans-Joachim Welsch den „Preis der Saarländischen Stahlindustrie“ zur Würdigung herausragender wissenschaftlicher Leistungen auf dem Gebiet der Rohstoffe an drei Studenten und Doktoranden der Gorny Universität. Dieser beinhaltet neben einer finanziellen Zuwendung auch den Besuch und das Kennenlernen der Standorte der Saarländischen Stahlindustrie. Den ersten Preis erhielt Herr Alexander Danilov. Neben ihm wurden Herr Vyacheslav Rudko und Frau Violetta Evseenko ausgezeichnet.

Programm


Programm der 8. Deutsch-Russichen Rohstoff-Konferenz 2015 in Sankt Petersburg (PDF)

Die Veranstaltung wurde durchgeführt von

Inititatoren

Mit freundlicher Unterstützung durch

Konferenzen

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Initiatoren

TU Bergakademie Freiberg Nationale Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg