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10. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagt in St. Petersburg

Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz steht im Zeichen der deutsch-russischen Rohstoffpartnerschaft als Motor für Innovation und Nachhaltigkeit

St. Petersburg, 29. November 2017. Unter dem Motto „Die deutsch-russische Rohstoffpartnerschaft: Motor für Innovation und Nachhaltigkeit“ findet die 10. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz vom 28. bis 30. November 2017 in St. Petersburg statt. Fast 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tauschen sich zu den Zukunftsthemen der Rohstoffwirtschaft aus. Zu den Schwerpunktthemen zählen die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit (WTZ) im Rohstoffbereich und die nachhaltige Entwicklung in der Rohstoffwirtschaft.

Die 10. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz zielt darauf ab, trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen, insbesondere wissenschaftliche Kooperationen im Rohstoffsektor stärker in den Fokus zu rücken und zu fördern. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen und wichtiger Zukunftsaufgaben wie Klimaschutz und den Pariser Klimazielen, zu denen sich beide Länder bekennen, soll die Basis für zukünftige Kooperationen hinsichtlich der wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gelegt werden.

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf der Kooperation zwischen den Bundesländern und den russischen Regionen, was die Teilnahme des Bundesministers des Auswärtigen Sigmar Gabriel und des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich unterstreicht. Die russische Seite wird in diesem Jahr durch Arkadi Dworkowitsch, den stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, ebenfalls hochrangig vertreten.

„Sachsen und Russland pflegen seit Jahrhunderten vielfältige Kontakte, eine wichtige Rolle spielen dabei unsere Beziehungen zu den russischen Regionen. Im Laufe der Zeit hat sich ein äußerst reger und fruchtbarer Austausch zwischen innovativen sächsischen und russischen Unternehmern und Wissenschaftlern entwickelt. Ein herausragendes Beispiel ist dabei die Kooperation der TU Bergakademie Freiberg mit dem Gorny Institut St. Petersburg“, so Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Landesvorsitzender der sächsischen CDU.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung gingen wichtige Impulse zur Stärkung der deutsch-russischen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit voraus. So soll die Arbeit des Rohstoff-Forums durch die Gründung deutsch-russischer Arbeitsgruppen zu wichtigen Zukunftsthemen der Rohstoffwirtschaft im Rahmen der Konferenz erweitert werden. Diese werden fortan den fachlichen Austausch vertiefen, wissenschaftliche Impulse geben, Kooperationsmöglichkeiten identifizieren und gemeinsame Projektideen erarbeiten. Im ersten Schritt werden dabei die Themen Rekultivierung, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft, Hightech-Nutzung traditioneller Energieträger und Technologien zur Entwicklung nicht-rentabler Lagerstätten bearbeitet.

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Schirmherr des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums erklärte dazu: „Die Pariser Klimaziele, die rasante Veränderung des Rohstoffbedarfs durch neue Technologien und die notwendige Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards stellen große Herausforderungen dar. Eine Stärkung der deutsch-russischen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit im Bereich der Rohstoffwirtschaft würde helfen, gemeinsam an diesen wichtigen Zukunftsaufgaben zu arbeiten, die Basis für zukünftige Kooperationen zu erhalten und somit auch die gesellschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken.“ Der Ausbau der Tätigkeit des Rohstoff-Forums durch die neuen Arbeitsgruppen sei ein kleiner Schritt in diese Richtung; es müsse aber noch mehr getan werden, insbesondere wenn es um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beider Länder gehe, so Prof. Dr. Klaus Töpfer weiter.

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird im Rahmen der Konferenz auch in diesem Jahr der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Georgius-Agricola-Preis des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums an zwei junge Nachwuchswissenschaftler vergeben. Ausgezeichnet werden Bruno Grafe (TU Bergakademie Freiberg) und Daniil Karmanskiy (Staatliche Bergbau-Universität Sankt Petersburg). „Der Georgius-Agricola-Preis ist mehr als nur ein Wissenschaftspreis. Er verdeutlicht vor allem, wie fruchtbar die deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen gerade in der Nachwuchsförderung sind. Seit Jahrzehnten bündeln wir unsere Kompetenzen, um gemeinsam Experten für die Rohstoffbranche auszubilden. Die Auszeichnung bestätigt dabei nicht nur das große Potenzial dieser jungen Menschen, sondern auch den lohnenswerten Schritt hin zu einer Karriere in der Wissenschaft“, erklärt Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg.

Weitere hochrangige Redner der Rohstoff-Konferenz sind Alexander Iwanowitsch Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des russischen Energiekonzerns Gazprom und Generaldirektor von Gazprom Export, Dr. Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident a. D. und Mitglied des Präsidiums des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums, Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Wladimir Litwinenko, Rektor der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg und Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft.

Ausführliche Informationen zu den Programmpunkten und den Referenten der 10. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum:
Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine zentrale Dialogplattform zur Intensivierung der Rohstoffbeziehungen beider Länder. Es wurde im Jahr 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg – den ältesten Montanhochschulen der Welt – gegründet. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nutzen die vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum durchgeführten Rohstoff-Konferenzen dazu, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft der deutsch-russischen Rohstoffpartnerschaft zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei unternehmerische Projekte, wissenschaftlich-technische Kooperationen sowie gemeinsame Strategien für Innovationen und Effizienz im Rohstoffsektor.